Lörrach Tricks und Kniffe von Profis

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Kinder und Jugendliche sind mit Feuereifer beim Training dabei. Foto: Regine Ounas-Kräusel

Der CVJM Lörrach (Christlicher Verein junger Menschen) veranstaltet noch bis zum heutigen Freitag wie schon seit fast 30 Jahren ein Basketball-Sommercamp. 65 Kinder und Jugendliche lernen bei den amerikanischen Spielerinnen der Organisation „News Release Basketball“ und den Trainern des CVJM Tricks und Kniffe.

Lörrach (ouk). Beim Sport, aber auch bei Andachten und Gesprächen über den christlichen Glauben erleben sie Gemeinschaft.

Mittwochvormittag, Neumatthalle: Kendall Bradbury aus den USA pfeift, und zwei Jungen spurten los. Roman rennt, springt, wirft den Ball Richtung Korb. Sein Gegenüber springt vor ihm hoch, streckt die Arme – doch Roman trifft und versenkt den Ball. In kurzen Abständen sprinten die Kids und Jugendlichen los, üben Korbwurf und Verteidigung. An vier weiteren Stationen üben sie wieder den Korbwurf, das Zuspielen des Balls, das Abdrängen des Gegners und weitere Techniken.

Es kommt auf jeden einzelnen an

Basketball ist ein schneller Sport. Nur fünf Spielerinnen oder Spieler gehören zu einem Team. Gemeinsam stürmen sie nach vorne, um einen Korb zu werfen, gemeinsam kümmern sie sich um die Verteidigung. „Es kommt auf jeden einzelnen an, auf eine gute Kommunikation.“ So erklärt Mara Schmidt ihre Begeisterung für diesen Sport. Bis zu einem Freizeitunfall mit Knieverletzung spielte sie selbst beim CVJM Basketball. Nun gehört sie zum Leitungsteam der Sommercamps. Diesen Teamgeist, dieses „Familiengefühl“, wolle man bei den Basketballcamps auch den Teilnehmern vermitteln, sagt ihr Kollege Marius Gab.

Daher erleben die Kinder und Jugendlichen die Tage im Camp in Kleingruppen. Morgens um neun starten alle mit gemeinsam gesungenen christlichen Liedern und mit Aufwärmspielen in den Tag. Bis mittags trainieren die Kinder und Jugendlichen in Kleingruppen an den Stationen. Mädchen und Jungen trainieren zusammen, aber getrennt nach Altersstufen – von acht bis elf Jahren und von zwölf bis 18. Am Nachmittag tragen die Teams der Jugendlichen Turniere aus, und die Jüngeren spielen nebenan in der Halle der Freien Evangelischen Schule.

In der Mittagspause bietet der CVJM neben einem leckeren Essen auch eine „Power hour“ an. Dort hören die Kinder und Jugendlichen biblische Geschichten und können sich in den Kleingruppen mit den Helfern und den amerikanischen Gästen darüber unterhalten.

Ein Ukrainer und ein Russe spielen zusammen

Zu den Höhepunkten gehörte nach dem Eröffnungsgottesdienst in der Stadtmission das Spiel der Amerikanerinnen gegen ein Team aus Ettenheim, erzählt Marius Gab. In den USA spielen die Frauen in Basketballteams von Colleges und Universitäten.

Die wenigsten Teilnehmer der Sommercamps spielten auch das Jahr über Basketball, aber viele kämen immer wieder, erzählt Marius Gab: „Es ist schön, sie aufwachsen zu sehen.“ Etliche Teilnehmer spielten normalerweise Fußball. Der 14-jährige Silas Kern, Fußballer beim FC Wittlingen, erzählt begeistert von den „völlig neuen Erfahrungen“, die er mit den Spieltechniken des Basketballs mache. Im Fußball spiele man oft mit vollem Körpereinsatz, während man beim Basketball direkten Körperkontakt vermeide.

Der 17-jährige Roman Beresh trainiert seit kurzem regelmäßig beim CVJM. Er kam vor zwei Monaten aus der Ukraine, wo er im Ligabetrieb Basketball spielte. Bei Sprachproblemen helfe der Google-Übersetzer oder sein Teamkollege Alexej Novak, der Russisch spricht, erzählt er. „Ich fühle mich beim CVJM sehr unterstützt“ – und Novak übersetzt. Dann bittet Novak, in der Zeitung unbedingt zu erwähnen, dass ein Ukrainer und ein Russe sich beim Basketball gut verstehen: „Unsere Kulturen, unsere Umgangsformen sind sehr ähnlich!“

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