Lörrach Viel bewegt, damit sich was bewegt

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Die Vorsitzende Inge Gula (vorn links) ehrte langjährige Mitglieder für ihre Beiträge zur Förderung des Museums Foto: Reißmann

Viel bewegen konnte der Lörracher Museumsverein in finanzieller Hinsicht trotz der Pandemie. 200 000 Euro liegen nun bereit, um erhebliche Teile der Museumsdepot-Ausstattung des neuen Gebäudes zu finanzieren. Auch ein Gebäude macht sich bemerkbar.

Lörrach (rr). Museumsleiter Markus Möhring wies noch einmal darauf hin, dass wertvolle Leihgaben aus der Lörracher Sammlung bundesweit gefragt sind, ebenso im benachbarten Ausland. Gerade diese internationale Mitwirkung bei Sonderausstellungen habe die Interreg-Förderung für den Neubau des Depots erheblich unterstützt.

Ein Tag der offenen Tür

Mit dem Bezug des neuen Depots werde die Betreuung und Verwaltung der rund 50 000 Objekte noch systematischer und vor allem in hoher Qualität möglich sein. Noch vor den Sommerferien soll ein Tag der offenen Tür im Neubau stattfinden.

OB: Gute Zusammenarbeit

Oberbürgermeister Jörg Lutz hob die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Museum beim Depotbau hervor. „Der Gemeinderat hat sich in großer Einmütigkeit für diesen Neubau entschieden und dabei die Fördermittel aus der EU genutzt; ob dies alles heute noch so möglich wäre, bezweifle ich,“ sagte er. Aber Lörrach werde damit seine kulturelle Ausstrahlung deutlich verbessern können.

Erbe von Günther Henn

Eine der größten Aufgaben des Vereins war in den zurückliegenden Monaten die Bewältigung des Erbes von Günther Henn. Der eng mit der Stadt verbundene Genealoge und seine Frau hatten testamentarisch verfügt, dass ihr Erbe dem Museumsfond zufällt. Franz Schmieder, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, bei welcher der Fond angesiedelt ist, berichtete über den immensen Aufwand zur Sortierung und anschließende Beräumung des Hauses. Das Haus in Brombach wird nicht veräußert und erlebt derzeit eine Sanierung. Anschließend können drei Wohnungen vermietet werden, deren Ertrag in den Museumsfond fließt.

Der Blick voraus

Mit Blick auf die kommenden Monate bat Museumsleiter Markus Möhring die Vereinsmitglieder um weitere ehrenamtliche Unterstützung. Sowohl bei den Aufsichtsdiensten im Museum als auch beim Umzug der Sammlung seien Helfer willkommen. Ebenso bat er um ideenreiche Mitarbeit zur Vorbereitung der neuen Gemeinschaftsausstellung „Der Rhein“. Mehr als 30 Museen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz beteiligen sich an diesem Projekt. Die Leitausstellung in Lörrach soll im November eröffnet werden. Bis Ende Mai können noch Ideen für das Rahmenprogramm eingebracht werden. Eröffnet werden soll sie im Dreiländermuseum Anfang November.

Zur Hauptversammlung des Museumsvereins verwies die Vorsitzende Inge Gula darauf, dass wegen der Corona-Einschränkungen nur einige wenige der vorgesehenen Fahrten möglich waren. In diesem Jahr soll es mehr Exkursionen geben, einige auch in Zusammenarbeit mit der evangelischen Erwachsenenbildung.

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