Lörrach Vielfalt zum Wohl der Kinder

Guido Neidinger
Beim Spatenstich (v.l.): Niklas Kistner (Firma Grafried), OB Jörg Lutz, Ulrike Kromer-Piek, Joachim Piek (Architekten), Annette Buchauer, Stefan Dieterle, Thomas Sütterlin (alle Stadt Lörrach) und Kindergartenleiterin Miriam Walther. Foto: Guido Neidinger

Lörrach - Der erste Spatenstich gestern war der Start für den Bau des neuen Waldorfkindergartens im Süden des Grüttparks. 4,25 Millionen Euro investiert die Stadt in die Einrichtung.

Auch einige Kinder waren dabei, als Oberbürgermeister Jörg Lutz gestern den Auftakt der Bauarbeiten moderierte. Schließlich sind sie später die Hauptakteure in dem neuen Waldorfkindergarten. In den umliegenden Bäumen hatten sie sich die besten Plätze mit Blick auf die Baustelle gesichert.

Eine „nicht ganz einfache Baustelle“, wie Architektin Beate Kromer-Piek betonte. Auf dem dreieckigen Grundstück entsteht ein eingeschossiges, barrierefreies Gebäude mit Dachbegrünung und einer Nutzfläche von 800 Quadratmetern. Der umliegende Baumbestand kann weitgehend erhalten bleiben.

Überhaupt, Bäume: Sie spielen eine besondere Rolle bei diesem Projekt in Holzbauweise. Das Holz dafür kommt aus dem heimischen Forst. „Wenn irgend möglich, sogar aus unserem Stadtwald“, betonte Lutz und ergänzte: „Wir wollen mit der Nutzung heimischen Bauholzes ein Zeichen setzen, diesen klimafreundlichen und nachhaltigen Baustoff ohne lange Transportwege sinnvoll vor Ort einzusetzen.“

Mit dem Waldorfkindergarten bekennt sich die Stadt laut Lutz zur Vielfalt in der Kinderbetreuung. Gleichzeitig ist die Einrichtung ein Teil der großen Ausbauinitiative in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Mit dem Neubau des Waldorfkindergartens wird ein zusätzliches Krippenangebot für unter Dreijährige in Ganztagsbetreuung geschaffen. Zudem soll eine der beiden bereits bestehenden Kindergartengruppen in eine Ganztagsgruppe umgewandelt werden. Nach dem Abriss des maroden alten Kindergartens und während der Bauphase ist der Waldorfkindergarten in der Neumattschule untergebracht.

„Das ist heute ein denkwürdiger Tag für uns“, betonte die pädagogische Leiterin des Waldorfkindergartens, Miriam Walther. Sie bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Kromer-Piek und der Stadt. Gemeinsam sei es gelungen, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. „Wir freuen uns auf den wunderschönen Bau.“ Anfang 2023 soll der Kindergarten in Betrieb gehen.

Er wird über ein bedarfsgerechtes Raumkonzept verfügen – ganz anders als der Altbau, der nie als Kindergarten konzipiert war, sondern im Rahmen der Landesgartenschau 1983 zunächst als Jugendtreff diente.

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