Lörrach Vielseitig vernetzt

 Foto: Veronika Zettler

Lörrach - Der Stadtjugendring hat am Samstag zum Neujahrsempfang geladen. Neben zahlreichen Vertretern der Vereine wie etwa der Narrengilde, der Stadtmusik, des Alpenvereins und des CVJM kamen auch Oberbürgermeister Jörg Lutz, der Landtagsabgeordnete Josha Frey (Grüne), der Bundestagsabgeordnete Christoph Hoffmann (FDP) und mehrere Stadträte ins Nellie.

Was macht der eigentlich, der Stadtjugendring (SJR)? Sonja Summ, Vorsitzende und seit 2001 im SJR, verschaffte gleich zu Beginn Klarheit und skizzierte die Zielsetzung, die sich vornehmlich um Vielfalt und Vernetzung dreht. Als Interessenvertretung für die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit sind dem SJR derzeit 23 aktive Vereine und Verbände mit 2762 jungen Menschen angeschlossen.

Der Bedarf ist da, betonte Summ, zumal es in Lörrach seit 2015 kein Jugendparlament mehr gibt. „Weil wir uns als Dachverband der Themen annehmen können, die jeder Verein für sich angehen müsste. Gemeinsam ist man eben stark und vielseitig vernetzt.“ Der zweite Vorsitzende Daniele Cipriano ergänzte: „Ohne Stadtjugendring würde die Jugendarbeit nicht so funktionieren, wie sie es heute tut“.

SJR hat bereits viel auf die Beine gestellt

2017/18 hat der SJR – teils in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring und weiteren – viel auf die Beine gestellt, wie sich auch dessen Zukunftspläne sehen lassen können. Unter anderem soll 2019 – ähnlich wie schon zur Bundestagswahl 2017 – im Hinblick auf Kommunal- und Europawahlen „Politik mit Pizza“ serviert werden für Jugendliche, die bei der Gelegenheit Wahlkandidaten auf Herz und Nieren prüfen können.

Ein neues SJR-Projekt mit dem Titel „Wir sind dabei – Integration durch soziales Engagement“ wird von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Ziel ist es laut Daniele Cipriano, Vereine und Verbände der Jugendarbeit für inklusive Angebote zu sensibilisieren und Randgruppen zu integrieren, „egal ob diese eine andere Hautfarbe, eine andere Kultur, eine andere sexuelle Orientierung oder ein Handicap haben“. Als regelmäßige Veranstaltungen hat sich bereits das „VielfaltCafé“ im Nellie etabliert (nächster Termin am 26. Januar, 19 Uhr).

Der Stadtjugendring wirkt zudem mit im Bündnis „Fairnetzt“, das Hartmut Schäfer vorstellte, wie auch im Bündnis für Demokratie im Landkreis Lörrach, das sich „ein friedliches und tolerantes Zusammenleben“ auf die Fahnen geschrieben hat. Laut Fritz Kaspar treffen sich die Mitglieder etwa sechs Mal im Jahr (nächster Termin ist am 22. Januar um 16 Uhr im Nellie, wobei alle Interessierten eingeladen sind). Zudem steht die Allianz hinter dem Benefizkonzert zugunsten der Aktion „Eine Million Gegen Rechts“ mit der Gruppe „Strom & Wasser“ am 25. Januar, 19.30 Uhr, im Wasserwerk.

Wie üblich kamen beim Empfang auch Mitglieder zu Wort. Christine Strohmeyer und Friederike Flamm erläuterten, wie sich der CISV in Camps für die Friedenserziehung von Kindern ab elf Jahren einsetzt. Ähnlich arbeitet der Deutsch-Jüdische Freundeskreis, vorgestellt von Christel Rütschlin, an Austausch und Verständigung. Vor drei Jahren gegründet, sollen jetzt erstmals neun Jugendliche aus Israel Lörrach besuchen, gefolgt von einer Gegenvisite mit Lörracher Jugendlichen im Herbst.

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