Lörrach - Die Stadt hat Zeitplan und Priorisierung für die Bebauung neuer Wohngebiete justiert. Der Ausschuss für Umwelt und Technik signalisierte gestern Abend Zustimmung.

Zeitnahe Weiterentwicklung

Nachdem langwierige Rechtsstreitigkeiten gegen den Bebauungsplan „Am Soormattbach“ zu Gunsten der Kommune beendet worden seien, könne nun das Gebiet zeitnah weiterentwickelt werden, so die vom kommissarischen Fachbereichsleiter Gerd Haasis verfasste Vorlage. Dies habe allerdings zur Folge, dass sich die Zeitschiene für andere Baugebiete verschiebe – zumal stets mehrere Fachbereiche in die Bearbeitung damit einhergehender Herausforderungen involviert und deren personelle Ressourcen nun zunächst durch das Gebiet „Am Soormattbach“ gebunden seien.

Beim Baugebiet Bühl III sei der Grunderwerb abgeschlossen, nun würden die Folgeschritte vorbereitet.

Wettbewerb verschoben

„Derzeit werden mit dem Landesamt für Denkmalpflege die Belange der Archäologie geprüft. Grund dafür ist die Römervilla. Mit dieser Vorabstimmung sollen frühzeitig die Belange des Denkmalschutzes geklärt werden, die im Bebauungsplanverfahren erhebliche zeitliche Verzögerungen verursachen können“, so Haasis. Eine artenschutzrechtliche Prüfung wurde in Auftrag gegeben. Zudem liegt ein Verkehrsgutachten vor. Gleichwohl müsse die für diesen Herbst vorgesehene Ausschreibung eines städtebaulichen Wettbewerbs auf das Frühjahr 2019 verschoben werden.

Ein halbes Jahr später soll der Wettbewerb für das Gebiet Neumatt-Brunnwasser ausgeschrieben werden. Hier muss auch die Sportstättenentwicklung im Gebiet berücksichtigt werden. Die Verwaltung hat ein Szenario vorgelegt, das die betroffenen Vereine in ersten Reaktionen positiv bewerten.

Für die Flächen im Gebiet „Salzert Nord“ haben erste Grunderwerbsgespräche stattgefunden. Der städtebauliche Wettbewerb soll votausssichtlich 2020/2021 ausgelobt werden, so Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic.

Weitere Projekte – etwa Lerchenhof, Nördlich Engelplatz, Weberei Conrad, Studierendenwohnheim, Am Stammbachgraben und Tumringen Nord – seien in Bearbeitung, so Haasis. Neuhöfer-Avdic unterstrich mit Blick auf den konzeptionellen Ansatz: „Wir schaffen Wohnraum für alle: vom Studenten bis zu Senioren.“

Ulrich Heuer (CDU), Hubert Bernnat (SPD), Stephan Berg (Grüne) und Thomas Denzer (Freie Wähler) unterstützten für ihre Fraktionen die Planungen der Stadtverwaltung.