Lörrach Von Elektro-Musik bis zu Gershwin

Holger Schlicht
Das „City Connect Orchestra“ unter der Leitung von Ariane Mathäus nahm die Besucher des Jubiläumskonzerts der Musikschule mit in die magische Welt des Zauberlehrlings Harry Potter. Foto: Holger Schlicht

Das 50-jährige Jubiläum der Städtischen Musikschule Lörrach wurde mit einem Festakt im Saal der Musikschule gefeiert.

„Vielklang“ ist ein ganz besonderes Ensemble, da es ein Inklusionsprojekt mit behinderten und nicht behinderten Musikern ist. Nach dem Grußwort von Oberbürgermeister Jörg Lutz spielte Emily Lafin auf der Querflöte „Blaz Pucihar“ aus „Lunas Zauberflöte“. Der Musikschulleiter Christoph August begrüßte die zahlreichen Gäste mit einer Ansprache, bevor Aida Fatima Agadzhanow am Klavier „Toccata in D major“ von Johann Sebastian Bach und „Prelude cis moll Op.3 No 2“ von Sergei Rachmaninow gekonnt vertonte.

Als die letzten Töne verklungen waren, knallten erst einmal die Sektkorken und luden zum Sektempfang. Der Saal füllte sich nun vollends mit musikbegeisterten Zuhörern, darunter auch viele Eltern des musikalischen Nachwuchses in Lörrach. Punkt halb acht enterte das „City Connect Orchestra“ unter der Leitung von Ariane Mathäus die Bühne und spielte mit der geballten Wucht eines Orchesters und viel Spielfreude „The Magic of Harry Potter“. Die wunderbare Filmmusik der Harry-Potter-Filme brachte einen Hauch Fantasy-Nostalgie auf die Bühne und war ein gelungener Opener des nun folgender Musikprogramms.

Susanne Geißler, die Leiterin des Fördervereins Musikpatenschaft, erzählte danach von den bisherigen Projekten und Ausflügen mit dem musikalischen Nachwuchs und warb um weitere Paten, die die musikbegeisterten Kinder mit einer solchen Patenschaft in ihrer musikalischen Ausbildung unterstützen können.

Viel ruhiger, aber nicht weniger bezaubernd und fantasievoll spielten dann Nathan Langen an der Geige und Lucas Lin am Klavier die „Russische Fantasie Nr. 2“ von Leo Portnoff.

Musikschüler begeistern

Bezaubernd vor allem, weil da zwei sehr junge Musiker sehr konzentriert und gekonnt auf der Bühne miteinander musizierten. Durch das weitere Programm führte der gut aufgelegte Simon Rekers und kündigte nun das Akkordeon-Ensemble „Collage“ unter der Leitung von Andriy Sluka an, die, begleitet von Ralf Schulze am Schlagzeug, mit „Jazz Dance“ ein sehr grooviges Stück von E. Debernko raffiniert gespielt auf die Bühne brachten.

Ein weiterer kleiner Höhepunkt des Abends waren die drei Jung-Elektroniker Felix, Paul und Leo, die mit Sonnenbrille, Hoody und Drum-Computer einen ganz anderen, elektronischen Sound auf die Bühne brachten. Ein paar verpasste Einsätze wurden mit lässigem Schulterzucken ad acta gelegt – eine coole Performance war es in jedem Fall.

Das Saxofontrio mit Nikolas Kellmann, Nadine Becker und Simone Losch spielte „Two Miniatures“ von Peter Davis und danach wurde Ammi Blache an der Klarinette von Jonas Kehm am Klavier bei dem Stück „Fantasiestücke op. 43“ von Niels Wilhelm Gnade begleitet.

Poppige Klänge

Etwas poppiger wurde es dann mit den „Marshmellow Fighters“ und den toll arrangierten Stücken „Eleanor Rigby“von den Beatles und „Our House“ von Madness. Anouk Sontag, Ammi Blache und Ustinia Kerdel an den Klarinetten spielten dann den schwungvollen „Marsch“ von Tschaikowski aus dem Ballett „Der Nussknacker“, Non Stop“ von Heinz Both als Duo von Anouk und Ustinia und wieder als Trio „I loves you, Porgy“ aus „Porgy and Bess“ von George Gershwin.

Als letztes Ensemble des Abends spielte das Querflötenquartett mit Anton Neumann, Svea Dombrowski, Joshua Gayer und Gabi Rekers (Leitung) auch ein Stück von Gershwin, nämlich „Swanee“, sowie „Childrens Corner“ und „Golliwog´s Cake-Walk“ von Claude Debussy.

Das vorgesehene Trompetenquartett mit Tobias Stolz, Johann Zeh, Max Haney und Oskar Szutenberg (Leitung) fiel krankheitsbedingt aus.

Damit endete ein musikalischer Abend voller Vielfalt, in musikalischer und auch menschlicher Hinsicht.

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