Lörrach Wehr präsentiert sich leistungsstark

Die Oberbadische, 22.10.2017 22:23 Uhr

Von Gottfried Driesch

Großaufgebot der Feuerwehr am Freitagabend rund um das Landratsamt Lörrach. Unter großem Interesse der Bevölkerung fand mitten in der Innenstadt die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Lörrach, statt.

Lörrach. Genau um 18.55 Uhr lösten die Rauchmelder im Landratsamt den Alarm aus – eine Folge des von Mitarbeitern der Feuerwehr eingeleiteten künstlichen Rauchs. Der Feueralarm läuft direkt bei der integrierten Leitstelle von Feuerwehr und DRK ein. Um 19.04 Uhr trafen die ersten Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn ein. An der Übung waren alle vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Lörrach, Abschnitt Süd, beteiligt. Nacheinander trafen die Fahrzeuge der Löschzüge Lörrach 1, Lörrach 2, Stetten und Tumringen vor und hinter dem Landratsamt ein.

Angenommen wurde, dass in der Tiefgarage des Landratsamts ein Fahrzeug in Brand geraten ist. Der starke Rauch sei über das Treppenhaus ins Gebäude gezogen. Mehrer Personen seien vermisst, müssten gesucht und gerettet werden. Durch den starken Rauch sei vielen der Vermissten der Fluchtweg abgeschnitten. Deswegen müssten diese Personen über Steckleitern und mit Hilfe der großen Drehleiter aus Fenstern und von Balkonen gerettet werden.

Zusammen mit dem DRK-Rettungsdienst und der Polizei waren rund 60 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr spielten die vom Feuer eingeschlossenen und teilweise verletzten Opfer.

Sehr wichtig bei jedem Einsatz ist die Erfassung der Lage und die Koordination der Einsatzkräfte. In einem Lagezentrum liefen alle Informationen zusammen. Auf einer Skizze der Gebäude an der Einsatzstelle wurden die geretteten Personen und etwaige Besonderheiten vermerkt. Noch während des Einsatzes fand eine Lagebesprechung statt, auf der die einzelnen Löschzugführer den genauen Stand ihres Einsatzes erläuterten. So sei das Feuer in der Tiefgarage unter Kontrolle. Auch seien mit Hilfe der Drehleiter inzwischen mehrere Personen von Balkonen und aus Fensteröffnungen gerettet. Das DRK vermeldete, dass bisher sieben Verletzte mit unterschiedlichen Verletzungsgraden an sie übergeben wurden.

Zahlreiche Passanten, darunter viele Kinder und Jugendliche, beobachteten und fotografierten die Übungsarbeiten. Bei einem echten Einsatz wären die Fotos der Smartphones allerdings weniger willkommen gewesen.

Die Jahresabschlussübung wurde vom stellvertretenden Abteilungskommandanten der Abteilung Lörrach, Klaus Betting, ausgearbeitet. Unterstützt wurde er von Andreas Kaiser, Löschzugführer Löschzug 3, und Oliver Geyer, Löschzugführer Löschzug 4. Betting war zugleich Einsatzleiter der Übung, mit deren Verlauf er sich sehr zufrieden zeigte.