Lörrach Wenn Freigeister wetteifern

Die Oberbadische
A, B, C oder D? Bei den Schülern rauchten die Köpfe, um möglichst schnell auf die richtige Lösung zu kommen. Fotos: Katharina Ohm Foto: Die Oberbadische

Von Katharina Ohm

Lörrach. Rund 100 Schüler von zwölf Schulen aus Deutschland und der Schweiz maßen sich in sechs Kategorien auf zwei Bühnen. Der interdisziplinäre Schülerwettbewerb Metaksi fand am Mittwoch vor insgesamt rund 1000 Zuschauern in den Aulen des TonArts und des Hans-Thoma-Gymnasiums (HTG) statt. Ziel der Veranstaltung ist es, Schülern im zwanglosen Rahmen den Zugang zu Wettbewerben zu ermöglichen. Den mit 500 Euro dotierten Gesamtsieg holte sich das Kant Gymnasium Weil am Rhein.

Auch wenn der Initiator Hermann Klein zur NASA eingeladen und damit abwesend war, hatten die übrigen Organisatoren alles im Griff: Im Wettkampfbüro herrschte rege Betriebsamkeit. Seit November ist der Technik-Chef Marcel Neidinger zusammen mit dem Wettbewerbsleiter Pirmin Gohn, Mitgliedern des Phaenovum sowie zahlreichen Lehrern und Schülern des HTG mit der Vorbereitung beschäftigt. Nicht zuletzt deshalb liefen die Vorrunden und Finale in den Kategorien Mathemathik, Logik, und Naturwissenschaft reibungslos ab. Mit Witz und Charme stellten die beiden Moderatoren Joachim Löw, Lehrer am HTG, und Lukas Engelke, Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim, den Teilnehmern Fragen über Fragen: Bernulli-Folgen und Logarithmen, Bilderrätsel und Videos von wissenschaftlichen Phänomenen sollten gelöst und erklärt werden.

Jeweils zwei Schüler von sechs Schulen saßen dem Publikum an technisch ausgefeilten Buzzer-Pulten gegenüber. Neben Wissen und Logik war auch Schnelligkeit gefragt, denn antworten durfte nur, wer zuerst drückt. Oft blieb den Moderatoren nicht die Zeit, die Frage zu Ende zu lesen, weil sie durch das laute Summen unterbrochen wurden. „So viel geistige Brillianz ist für uns Normalbegabte kaum zu glauben“, witzelte Engelke. Auch das Publikum konnte sich beteiligen. Bei falscher Antwort wurde die Lösung und Begründung unter den anwesenden Schülern gesucht.

Das Besondere an Metaksi ist das Interdisziplinäre. „Wo sonst können Künstler und Chemiker in einem Team auftreten?“, fragte Marcel Neidinger. Neben dem Beantworten von Quizfragen gilt es auch die richtigen Argumente zu gesellschaftspolitischen Themen beim Debattieren zu finden und darzustellen (siehe Artikel unten).

Kreative Geister sind auch in der Kategorie Kunst gefragt: Die Teilnehmer wurden mit dem Thema Mutation konfrontiert und hatten dazu knapp vier Stunden Zeit, um aus vorgegebenen Materialien und Zeichnungen eine Collage zu entwickeln.

Tüftler und Bastler mussten ihre Baukunst in der Disziplin Konstruktion unter Beweis stellen. Aufgabe war es, eine Murmelbahn aus Papier, Strohhalmen und dünnen Holzspießen zu basteln. Die Sieger der einzelnen Kategorien erhielten neben gläsernen Pokalen auch eine Reise zur Organisation für Kernforschung, CERN, in Genf.

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