Lörrach Wo kein Kompass funktioniert

Yasmin Muderris (v. l.), Nahae Kühn und Lotta Weimann vor dem Research Laboratory Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Drei Schülerinnen des Phaenovum Schülerforschungszentrums Lörrach-Dreiländereck haben kürzlich das IBM Research Laboratory in Rüschlikon bei Zürich besuchten.

Lörrach. Besonders interessant fanden Yasmin Muderris (17), Nahae Kühn (16) und Lotta Weimann (16) die Forschung an Graphen, da sie selbst im Rahmen ihres „Jugend forscht“-Projektes „Graphen im Twist“ am Phaenovum daran arbeiten und ihre Ergebnisse beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Freiburg in diesem Jahr vorgestellt hatten.

„Der Austausch mit den Wissenschaftlern des Forschungszentrums war sehr anregend und zeigte uns die Aktualität unseres Projekts“, stellten die drei Schülerinnen des Hans-Thoma-Gymnasiums fest. „Wir konnten auch neue Ideen für den weiteren Verlauf unseres Projekts sammeln.“

Den Kontakt zum IBM Research Laboratory hatte Thilo Glatzel vom Departement Physik der Universität Basel hergestellt, der auch Lehrkraft am Phaenovum und Betreuer des Projektteams ist.

IBM ist ein US-Amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen, welches unter anderem das Forschungszentrum in Rüschlikon eingerichtet hat. Dort wird an Fragen der aktuellen Grundlagenforschung in der Informationstechnologie und Physik gearbeitet. Eine Besonderheit ist das sogenannte „Noise-Free Lab”. Dort werden Messungen und Experimente ohne äußere Einflüsse, wie elektromagnetische Felder und mechanische Vibrationen, durchgeführt. Sogar das Erdmagnetfeld wird abgeschirmt, das bedeutet, dass auch ein Kompass dort nicht funktioniert.

Unter diesen Bedingungen werden zum Beispiel die Magnetfelder von dünnen Eisenfilmen und das magnetische Moment einzelner Elektronen gemessen um neue Materialsysteme für die Speicherung von Informationen herzustellen. Ein weiteres Forschungsfeld ist die Untersuchung einzelner Moleküle und Atome und deren kontrollierte Manipulation durch chemische Reaktionen mit einem Rastersondenmikroskop.

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