Lörrach Zentrales Thema in ganz Europa

35 Vertreter französischer, schweizerischer und deutscher Museen lancierten im Dreiländermuseum die Ausstellungsreihe „Zeitenwende“ 2018/19. Foto: Dreiländermuseum Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Im Jahr 2018/19 wird eine große Ausstellungsreihe in drei Ländern die Zeitenwende vor 100 Jahren thematisieren.

Das ist das Ergebnis einer Konferenz, die vergangenen Montag im Dreiländermuseum stattfand. Dort laufen auch die Fäden für das große internationale Projekt zusammen.

Das Ende des Ersten Weltkrieges schuf am Oberrhein eine völlig neue Situation. Das Elsass wurde französisch, Deutschland und Baden wurden Republik, Grenzkontrollen teilten die Menschen erstmals auch in Friedenszeiten. Radikal änderte sich die Rolle der Frau, der Rheinseitenkanal wurde gebaut und machte den Weg frei für den Ausbau des Basler Hafens, die Kunst nahm eine völlig neue Entwicklung, neue Lebensstile entstanden.

Auf Einladung des Dreiländermuseums kamen nun 35 Vertreter deutscher, französischer und schweizerischer Museen in Lörrach zusammen.

Museen aus dem Elsass, Baden, Württemberg, der Pfalz und der Schweiz

Sie beschlossen eine gemeinsame Ausstellungsreihe 2018/19, an der sich zahlreiche Museen aus Württemberg, Baden, der Pfalz, dem Elsass und aus der Schweiz beteiligen wollen. Die Überblicksausstellung des Netzwerks soll im Dreiländermuseum zu sehen sein.

Dieses ist für die Netzwerkarbeit der Museen zwischen Stuttgart, Straßburg und Bern mittlerweile zur zentralen Adresse geworden. Auch zwischen großen Häusern wie dem Badischen Landesmuseum, dem Kunstmuseum Bern, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg oder den Museen von Colmar und Straßburg läuft der Kontakt über Tagungen in Lörrach.

Museumsleiter Markus Moehring ist überzeugt, dass das neue Projekt für die Museen eine herausragende Bedeutung haben wird: „Die Zeitenwende vor 100 Jahren“, so stellte er bei der Museumskonferenz in Lörrach unter Zustimmung aller Beteiligten fest, „wird in den Medien und in der Öffentlichkeit in den Jahren 2018/19 in ganz Europa ein zentrales Thema sein. Darauf müssen sich die Museen schon jetzt intensiv vorbereiten“.

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