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Lörracher Innenstadt Investor gefunden: Galeria-Geschäftsführer weiter optimistisch

Marco Fraune
Der Lörracher Galeria-Standort weist laut Unternehmensangaben einen hohen Verkaufserlös pro Quadratmeter auf. Foto: Marco Fraune

Enrico Wallborn ist mit dem aktuellen Geschäftsbetrieb am Lörracher Standort zufrieden.

Das Kaufhaus im Herzen Lörrachs zieht nicht nur viele Kunden an, sondern sorgt seit langem immer wieder für Gesprächsstoff. Mit der Übernahme der insolventen Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und der entsprechenden Mitteilung an die Mitarbeiter am Mittwoch geht die Diskussion über die Zukunftsausrichtung weiter. Der Lörracher Galeria-Geschäftsführer Enrico Wallborn hält sich mit öffentlichen Äußerungen aber weitgehend noch zurück. Im Gespräch mit unserer Zeitung verbreitet er Optimismus.

„Wir sind froh, dass ein Investor gefunden wurde“, erklärt Wallborn. Dies sei der erste Schritt. Im zweiten werde nun optimistisch nach vorne geblickt. Gleichzeitig räumt der Geschäftsführer ein, die am Mittwoch präsentierten Investoren noch nicht exakt einschätzen zu können. Öffentlich mitgeteilt wurde jedenfalls, dass das Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners und BB Kapital SA mehr als 70 der 92 Filialen bundesweit eine Chance geben will.

Der Mietpreis

Ob Lörrach weiterhin ein Galeria-Standort bleibt, ist noch nicht mitgeteilt worden. Marktbeobachter sehen aber gute Chancen, da hier laut Unternehmensangaben ein hoher Verkaufserlös pro Quadratmeter gegeben ist. Eine zentrale Rolle wird dabei der Vermieter spielen, weiß auch Wallborn. Die Investoren hatten klar gemacht, dass „vernünftige, marktgerechte Mieten“ entscheidend seien für den Erhalt der Standorte in den verschiedenen Regionen von Deutschland.

In den nächsten Wochen soll mit den Immobilieneigentümern verhandelt werden, wurde als Gesamtstrategie erklärt. Die Immobilie in Lörrach stammt aus dem Jahr 1964 und weist eine Verkaufsfläche von 9000 Quadratmetern auf.

Der Lörracher Standort wurde bereits aufgewertet. Foto: Marco Fraune

„Spekulationserfahren“

Wallborn will sich an der Auseinandersetzung mit Spekulationen gar nicht erst beteiligen. „Alles ist offen.“ Zugleich erinnert er daran, dass erst Anfang dieses Monats die Regelinsolvenz gestartet ist.

Angesichts der schon über Jahre andauernden Diskussionen um die Zukunft von Kaufhäusern allgemein sowie zuletzt ganz konkret auch zum Lörracher Standort wüssten die rund 120 Mitarbeiter auch mit den neuesten Entwicklungen umzugehen. „Wir sind spekulationserfahren.“

Es läuft wieder

Knapp ein halbes Jahr nach der Eröffnung des deutlich aufgewerteten Kaufhauses im Herzen von Lörrach zieht der Galeria-Geschäftsführer eine positive Zwischenbilanz. Der Umbau sei sehr gut bei den Kunden angekommen. „Das Geschäft läuft.“ Auch generell sei nach der Pandemie-Durststrecke wieder Leben in die Stadt zurückgekehrt. Der Ostersamstag sei „granatenmäßig“ verlaufen. Das gute Wetter sorge mit dafür, dass die Frühlingssachen Abnehmer finden, auch schon kurze Hosen. „Wir sind froh, dass es sich langsam in Richtung Normalität bewegt.“

Wie sich das Geschäft im ersten Quartal in exakten Prozentzahlen entwickelt hat, sagt Wallborn zwar nicht. Doch: „Wir sind zufrieden.“ Als nächstes freut sich Wallborn auf das am 27. und 28. April anstehende Frühlingsfest in der Lörracher Innenstadt.

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