Malsburg-Marzell Mehr als 200 Weiderinder

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Die Weidetiere für diese Saison sind im oberen Kandertal angekommen. Foto: zVg/Kanmacher

Malsburg-Marzell (kn). Nachdem am vergangenen Wochenende auch bei der Weide- und Biotoppflegegemeinschaft Kaltenbach Weideauftrieb war, ist die Saison 2022 voll im Gang. Auch dieses Jahr sorgen mehr als 200, auf alle Ortsteile verteilte Rinder für die Offenhaltung der Erholungslandschaft im oberen Kandertal. Fachleute und Politiker sind sich einig darin, dass nur so der Verwaldung und Verhurstung der Flächen auf dem Gemeindegebiet Einhalt geboten werden kann.

Die Weidesaison sei gut angelaufen, unterstreichen einhellig die Vertreter der vier örtlichen Landschaftspflegevereine, also der Weideverbände aus Malsburg und Marzell sowie aus Kaltenbach und Lütschenbach.

Im Hinblick auf den „normalen“ Fortschritt der Vegetation sei der Auftrieb zu den üblichen Terminen erfolgt. Auch konnte das wichtige Ereignis in der von der Höhenlandwirtschaft geprägten Gemeinde nach dem Wegfall vieler coronabedingten Auflagen überall wieder mit einem geselligen Hock begangen werden.

Eine bäuerlich-rustikale Veranstaltung – wie andernorts – ist der Auftrieb allerdings nicht: Von den Transportfahrzeugen kommen die Weiderinder in die Auftriebsgatter oder direkt auf die Weideflächen. Die Termine werden mit den Beschickern abgestimmt. Die Weidesaison dauert in der Regel von Anfang oder Mitte Mai bis dem Grasbestand angepasst hinein in den Oktober.

Seit dem Weideauftrieb tummeln sich wieder mehr als 200 Rinder auf den Bergweiden im oberen Kandertal. 40 sind es beim Weideverband Malsburg mit Weideflächen in Vogelbach und Malsburg, in Lütschenbach 26, 64 bei der Weide- und Biotoppflegegemeinschaft Kaltenbach und 35 Tiere in Marzell, wo mit der mobilen Waage auch wieder das Auftriebsgewicht ermittelt wurde.

Dazu kommen die zahlreichen Tiere auf Privatweiden. Wie seit Jahren kommt der Großteil der Weidetiere von auswärtigen Landwirten ins obere Kandertal. Diese sind mit der Arbeit der Verbandsmitglieder offenbar zufrieden. Die Verbände wiederum sind für die Unterstützung aus der Ebene dankbar.

Während der Weidezeit werden die Tiere von den Mitgliedern der örtlichen Verbände betreut. Natürlich mussten dem Auftrieb umfangreiche und arbeitsintensive Vorbereitungen vorausgehen.

Vor allem im Raum Marzell sieht man, dass die Pferdehaltung zunehmend Freunde gewinnt, auch Geißen und Schafe sind unentbehrliche „Landschaftspfleger“, heißt es.

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