Malsburg-Marzell Spiel und Spaß rund um die Burg

Ralph Lacher
Nur eines von vielen Angeboten: Basteln mit dem Holzener Schreinermeister Karlfrieder Berger Foto: Ralph Lacher

Der Verein „Kultur vereint“ hat dazu gelernt: Nach den Erfahrungen des Vorjahres wurden gewisse Änderungen vorgenommen. „Wir lagen voll auf der Linie des Besuchergeschmacks“, freut sich Sebastian Böhnisch, Vorsitzender und Cheforganisator der zweiten „Erlebnistage Kinderburg“. Diese lockten am Samstag und Sonntag nach Veranstalterschätzung 1500 Personen hinauf auf die Burgruine Sausenburg.

Von Ralph Lacher

Kandern-Sitzenkirch. Geboten bekamen die Besucher entlang des zwei Kilometer langen Waldweg vom Parkplatz Lindenbückle bis zur Burgruine und vor allem dort ein buntes Betätigungsprogramm. Dieses bot nicht nur viel Spaß für Groß und Klein, sondern hatte durchaus auch einen pädagogischen Hintergrund. Naturerfahrung, gemeinsames Werkeln und Basteln, heiteres Spielen sowie Informationen über Natur und Kultur mit Nachhaltigkeitsanspruch – all das prägte die zweite Auflage der „Erlebnistage Kinderburg“, einer gemeinsamen Veranstaltung von „Kultur vereint“ und dem Forstamt Schopfheim mit Unterstützung von Vereinen, Betrieben und Privatpersonen aus dem Kandertal.

Für die Aktivitäten im Wald zeichnete die Forstverwaltung Schopfheim mit dem Waldpädagogen Christian Herrmann verantwortlich. Da gab es einen Waldparcours und einen Pirschpfad, eine Müsliwerkstatt, Waldbasteln und Armbrustschießen. Diese Angebote fanden sich teilweise auf dem Fußweg zur Burgruine und im Wald, teilweise unterhalb der Ruine und in der Vorburg. Dort wiederum gab es eine Kreativwerkstatt, ein Vorlesezelt und Kinderschminken und damit auch Angebote für die kleineren Kinder.

Zentraler Ort der Aktivitäten war indes die Hauptburg. Hatten große und kleine Gäste die vielen Treppenstufen hinauf erklommen, warteten Fachleute mit Handwerks-Hintergrund im Rund unter der Turmruine. Da lud der Malsburger Steinmetz Heiner Kühndorf in seine Steinwerkstatt, der Holzener Schreinermeister Karlfrieder Berger in die Holzwerkstatt, der Malsburger Keramiker Andreas Ruehrnschopf zum Töpfern und Frauen aus dem Veranstalterverein zum Basteln mit Papier und Pappe. Väter, Mütter und vor allem ihre Kinder waren konzentriert und doch fröhlich mit den professionellen Handwerkern zu Gange, für eine geraume Zeit vergaßen sie dabei Smartphone und Internet und hatten einfach nur Spaß miteinander.

Und wenn der gemeinsame Spaß Hunger und Durst gemacht hatte, gab es Abhilfe an diversen, von lokalen Vereinen betriebenen Ständen sowohl in der Burgruine als auch auf dem Waldweg dorthin.

Shuttlebusverkehr wurde eingerichtet

Professionell lösten die Veranstalter, die insgesamt rund 100 helfende Hände aufgetan hatten, auch das Parkplatzproblem. Um Chaos zu vermeiden, gab es einen Shuttlebusverkehr vom Sammelparkplatz beim Steinbruch Dörflinger in Malsburg hinauf zum für Besucher gesperrten Parkplatz Lindenbückle in Vogelbach und auch wieder zurück.

Des Weiteren sorgten ein Kinderwagenparkplatz, ein Wickel- und Stillbereich sowie mobile Toiletten an der Wanderstrecke und in der Burg für Servicequalität für Groß und Klein. Picknick- und Ruhezonen hatte man ebenfalls eingerichtet.

Und gleich am Eingang des Waldwegs informierten Frauen aus dem Team der Veranstalter auch mittels Flyer über das Angebot der „Erlebnistage Kinderburg“. Diesen stattete auch Schirmherrin und Landrätin Marion Dammann einen Besuch ab und äußerte sich begeistert von dem Gebotenen.

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