Maulburg 23 Meter über Maulburg

Gudrun Gehr
Der Baum steht. Foto: Gudrun Gehr

Der Narrenbaum der Narrenzunft steht. Zum letzten Mal übergab Bürgermeister Multner den Rathausschlüssel.

Zur Fasnachtseröffnung hat die Narrenzunft Maulburg den 23 Meter hohen Narrenbaum auf dem alten Rathausplatz aufgestellt. Hunderte Besucher kamen, um sich das Spektakel anzuschauen. Die kraftstrotzenden Männer der Wintleter Gaischterreiter, der Niedertaler und der sonstigen Freunde der tollen Tage scheuten keine Mühe, das Prachtexemplar in seine Senkrechte in den sternenklaren Maulburger Nachthimmel zu hieven.

Erfolgreich aufgestellt

Den Tannenkranz hat die Firma Blumen Wehrer gestiftet, die Beleuchtung des Narrendorfs hat die Elektrofirma Wüst spendiert. Der Baum stammt vom Maulburger Waldgebiet beim Minenlager bei der Holzmacherhütte. Oberzunftmeisterin Josephine Schanz freute sich über das große Besucherinteresse, auch von den kleinen und kleinsten Narren.

Zunächst konnte sich das närrische Fußvolk an den Verpflegungsständen auf dem Rathausplatz stärken. Diese wurden im Vergleich zum Vorjahr erweitert, da der Besucherandrang damals nicht mehr zu bewältigen war. Die Guggemusik „Halli Galli“ aus Steinen sorgte für die passende mitreißende musikalische Umrahmung, während das Publikum fröhlich mitschunkelte.

Die Oberzunftmeisterin moderierte: „Ganz besonders freue ich mich über die auswärtigen Narren, die sich zu uns verlaufen haben.“ Gesellschaft leisteten beim Spektakel unter anderem die Wiesetäler Seelefresser, die Narrenzunft Wehr, die Knoche Schädel Wieslet oder die Vire Waggis aus Lörrach.

Mit vereinten Kräften unter der Regie von Oberbaumsteller Julian Große wurde der Baum mit Zuhilfenahme von sogenannten Schwalben Stück für Stück näher in die Halterung eingeführt. Nach raschen 45 Minuten war der Baum unter dem jubelnden Beifall der Gäste eingerichtet.

Letzte Schlüsselübergabe

Traditionell wurde es jetzt Zeit für den Noch-Bürgermeister Jürgen Multner, den Rathausschlüssel in die Hände der Narrenzunft zu übergeben. Die 24-jährige Josephine Schanz sagte: „Seit ich mich erinnern kann, begleitest du uns über die Fasnachtszeit und auch in Maulburg. Andere Bürgermeister kenne ich nicht.“

Multner bestätigte, dass er drei Amtsperioden zu jeweils acht Jahren absolviert hatte, sein erster „Rentner-Tag“ wird der 1. Mai. „Die Entscheidung, Abschied zu nehmen, ist sehr schwierig für mich. Aber ich halte es für die Gemeinde für sehr sinnvoll“, sagte er. „Am besten behaltet ihr den Rathausschlüssel in sicherer Verwahrung, bis die Bürgermeisterwahl komplett entschieden ist, so dass er dann in die richtigen Hände kommt.“

Als Abschiedsgeschenk überreichte ihm die Oberzunftmeisterin ein Notizbüchlein, wo er das „Best Of“ der Maulburger Fettnäpfe in seiner Amtszeit zusammenfassen kann. Zur Stärkung bei der schriftstellerischen Arbeit des angehenden Rentners erhielt er noch einen Schnaps und eine Packung Fasnachtskiechle.

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