Mit den Schulferien endete in Maulburg das Kinderferienprogramm, das Mädchen und Jungen in den Sommermonaten jede Menge Kurzweil bot. Jahrzehntelang war das Kinderferienprogramm mit dem Namen Annemarie Weber als Leiterin des Dofstübli verbunden.

Maulburg (hp). Erstmals begleitete in diesem Jahr Annemarie Webers Nachfolger Tobias Hohenstatter das Freizeitangebot für die Mädchen und Jungen aus der Gemeinde. Im Gespräch mit unserem Redakteur Harald Pflüger zog Tobias Hohenstatter eine erste Bilanz.

Frage: Wer hatte mehr Spaß am Kinderferienprogramm: Sie oder die Kinder?

(Lacht). Ich glaube, die Kinder und ich hatten gleich viel Spaß. Es kamen nach den Kursen wirklich viele begeisterte Rückmeldungen von Kindern, Helferinnen oder Helfern und Eltern. Auch wir von den Durchführenden haben oft reflektiert und waren durchweg sehr zufrieden. Es gab zum Glück keine unschönen Zwischenfälle. Soll heißen, es hat mir sehr viel Spaß bereitet.

Frage: Sie haben unzählige Angebote begleitet. Was hat Sie dabei am meisten beeindruckt?

Es haben sich in dieser Zeit viele neue Beziehungen zu Maulburger Bürgern aufgebaut. Privatpersonen und Vereine haben ja Angebote durchgeführt, und ich konnte überall dabei sein. Kinder, die meine Kurse besucht haben, traf ich immer wieder, und so war die ganze Zeit für mich sehr bereichernd.

Frage: Sie selbst haben Kurse gegeben, wie etwa das Schnitzen und die Trommelsession. Wie kam es dazu?

Kurz gesagt, man tut was man kann. In diesem Jahr wollte ich viel Neues kennenlernen, das heißt, ich wollte möglichst bei allen Angeboten dabei sein oder vorbei- schauen. Die eigenen Angebote habe ich deshalb sehr bewusst mit Themen belegt, bei denen ich schon viele Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre in der Dieter-Kaltenbach-Stiftung gesammelt habe.

Frage: Gibt es beim Kinderferienprogramm so etwas wie einen Selbstläufer?

Nein, alle Angebote mit Kindern sind immer wieder neu und müssen von allen Betreuern mit viel Konzentration und Aufmerksamkeit durchgeführt werden.

Frage: Welche Angebote sind nach Ihrer Einschätzung besonders begehrt?

Die Waldwoche, das Kochen bei Daniele Maula und das Schnitzangebot waren als erstes ausgebucht. Aber wir haben versucht, viele unterschiedliche Bereiche abzudecken und waren mit den Anmeldezahlen durchweg zufrieden.

Zum Ende der Ferien gab es eine kleine Flaute, und dort musste dann auch ein Kurs ausfallen. Auch haben leider manche ihren Kurs früh gebucht, sind dann aber nicht gekommen, ohne sich rechtzeitig abzumelden. Das darf nicht sein. Hier werden wir in Zukunft besser organisieren

Frage: Was fasziniert die Kinder in Ihren Augen besonders am Kinderferienprogramm?

Das ist unterschiedlich, je nach Interesse. Es gab aber Kinder die auf Grund der schönen, geselligen Stimmung immer wieder kamen und man gemerkt hat, dass sie es sehr genießen, in den Ferien so schöne gemeinsame Stunden zu verbringen.

Frage: Wie viele Kinder haben das Freizeitangebot genutzt?

Unterschiedlich. In der Waldwoche waren es 23 Kinder. Bei den Tageskursen in der Regel so zwischen acht und zwölf Kindern. Bei der Polizei waren es mehr als 40, und bei der Feuerwehr konnten wir gar nicht mehr zählen.

Frage: Waren dies ausschließlich Maulburger Kinder?

Ja, bis auf wenige Ausnahmen. Das Angebot der Polizei war auch für Kinder aus Schopfheim, und die Pfeil- und Bogen-Kurse waren regional ausgeschrieben.

Frage: Ohne Unterstützung wäre das Freizeitprogramm nicht zu stemmen.

Ja, ganz richtig. Die große Anzahl an freiwilligen Kursleitern und Helferinnen und Helfern hat dieses Programm möglich gemacht.

Ich möchte mich bei allen, die mitgewirkt haben, herzlich bedanken. Die vielen Vorbereitungen, die Planungen und Absprachen liefen ja schon seit Jahresbeginn.

Frage: Und jetzt machen Sie sich bereits Gedanken über das nächste Jahr?

(Lacht). Woher wissen Sie das? Ja, es gab bereits Gespräche, und die Bereitschaft vieler, wieder etwas Schönes anzubieten, hat mich sehr gefreut. Zum neuen Jahr werden wir wieder in der Gemeinde herumfragen und hoffen sehr auf viele interessierte Personen. Ich werde selbst wieder Kurse geben, sicher mit anderen Themen, und vielleicht schaffen wir es ja, zusätzlich zur traditionellen Waldwoche, eine Kinder-Ferienfreizeit stattfinden zu lassen.