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In der Köchlinstraße in Maulburg soll ein Seniorenprojekt realisiert werden. Archivfoto: Harald Pflüger Quelle: Unbekannt

Maulburg (hp). Zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr kommt der Gemeinderat am Montag, 17. Januar, um 19.30 Uhr im Rathaussaal zusammen. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stehen der Energiebericht und das Seniorenprojekt Köchlinstraße.

Ursprünglich, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat, war für die Realisierung des Seniorenprojekts in der Köchlinstraße die Blaupause „Dietrich-Bonhoeffer-Haus“ in Schopfheim zu Grunde gelegt worden. Dieses Projekt wurde durch das Evangelische Sozialwerk Wiesental in Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer realisiert.

Die Verwaltung hatte für das Seniorenprojekt dem Gemeinderat die Vergabe des gesamten Vorhabens an einen Generalunternehmer empfohlen.

Aufgrund der speziellen Gegebenheiten auf dem Baugrundstück und in dessen Umfeld sowie aufgrund der Erfahrungen des Evangelischen Sozialwerks Wiesental Bau des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses mit einem Generalunternehmer wurde von der Verwaltung die ursprüngliche Empfehlung zunächst nicht weiter verfolgt, sondern vorab die Ausarbeitung einer städtebaulichen und architektonischen Machbarkeitsstudie zu einem Pauschalhonorar an ein regionales Architekturbüro in Auftrag gegeben.

Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde klar, dass unabhängig davon, ob das Vorhaben durch einen Generalunternehmer oder durch klassische gewerkeweise Vergabe realisiert wird, zuvor eine dezidierte Architektenplanung erforderlich wird.

Diese ist notwendig, um sowohl für den Auftraggeber als auch für den Auftragnehmer eine klare und nachvollziehbare Kalkulationsgrundlage für die Baumaßnahme zu bilden.

Die Auftragswertberechnung hat dann ergeben, dass für die Gebäudeplanungsleistungen ein VgV-Verfahren (Verfahren nach der Vergabeverordnung) erforderlich ist.

Ein Begleitgremium soll alle für den Ablauf des Verfahrens erforderlichen Entscheidungen treffen. Das Begleitgremium soll aus den vier (stimmberechtigten) Fraktionsvertretern Erich Potschies (FW), Mario Reif, Christian Leszkowski (SPD), Markus Meßmer (CDU), einem Vertreter des Evangelischen Sozialwerks Wiesental sowie dem Bürgermeister und den beratenden Mitgliedern, Birgit Bergmann-Rooks, Bauamt, und der nicht stimmberechtigten Verfahrensbegleitung (Büro Steybe), bestehen.

Das Begleitgremium wird dem Gemeinderat einen Bietenden zur Beauftragung vorschlagen. Der Gemeinderat kann diesen Vorschlag des Begleitgremiums annehmen oder ablehnen. Er kann keinen anderen als den vorgeschlagenen Bietenden auswählen.

Bei Ablehnung des Vorschlags ist das Vergabeverfahren aufzuheben und ein neues zu eröffnen.

Beim sogenannten VgV-Verfahren Gebäudeplanung kann eine zusätzliche Verfahrensstufe eingefügt werden, eine Mehrfachbeauftragung. Die Mehrfachbeauftragung bedeutet jedoch eine Verlängerung des Vergabeverfahrens um rund zwei Monate, zudem Kosten von insgesamt 120 000 bis 150 000 Euro. Vorteile dieses Verfahrens sind die Bewertung der Architekturbüros nicht nur aufgrund von Referenzen aus der Vergangenheit und den Vergabeverhandlungsgesprächen, sondern vor allem bezogen auf die Lösungsansätze für die anstehende Planungsaufgabe. Die Mehrkosten von rund 1,5 Prozent der Gesamtkosten können laut Verwaltungsvorlage wesentlich zur Erhöhung der Qualität der Auswahl des Architekturbüros und vor allem des Lösungsansatzes für die Planungsaufgabe beitragen. Die terminliche Verzögerung wird durch den Entfall der in der Vorentwurfsphase anstehenden Variantenvorschläge zumindest in großen Teilen ausgeglichen, unter Umständen ergibt sich hierdurch sogar eine Verkürzung im Gesamten.

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