Maulburg Grünes Licht für 73 Wohnungen

Christoph Schennen
 Foto: Christoph Schennen

Der Gemeinderat hat dem Bauprojekt an der Ecke von Alemannen- und Höllsteiner Straße einstimmig das Einvernehmen erteilt. Die Entscheidung ist mit einer Auflage verbunden: der Grünflächenplan ist als verpflichtender Bestandteil der Baugenehmigung beizufügen.

Von Christoph Schennen

Maulburg. Nach Kritik am ersten Grünflächenplan hatte der Investor einen erweiterten Grünflächenplan erstellt. Gegenüber vom Gewerbepark mit dem Standort von KBC Fashion sollen vier drei- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 73 Wohneinheiten und einer Tiefgarage entstehen. 18 Wohnungen davon sollen barrierefrei sein und sich in den Häusern drei und vier befinden.

Bürger äußern ihren Unmut

Die Offenlage ist abgeschlossen, die eingegangenen Anregungen und Einwendungen der Träger öffentlicher Belange sowie der Bürger werden derzeit überprüft.

Einige Bürger äußerten ihren Unmut über die Pläne, weil die Grünflächen verschwinden. Eine Frau bedauerte die Rodung von den mehr als 40 Jahre alten Bäumen und sagte: „Wir haben Angst, dass vor unserem Haus eine Betonwüste entsteht.“

Bürgermeister Jürgen Multner entgegnete ihr, der Bebauungsplan „Buchmatt II“, der für die Bebauung aufgestellt wird, sei aus dem städtebaulichen Konzept entwickelt worden. „Der politische Willen, dort zu bauen, ist da“, betonte er. Es gehe darum, bezahlbaren Wohnraum in Maulburg zu schaffen.

Er versicherte, dass die maximal mögliche Zahl an Büschen und Bäumen gepflanzt werde. Größere Bäume würden an den Randbereichen gepflanzt werden, im Inneren des Quartiers und im Bereich der Tiefgarage sollen Sträucher wachsen.

Die Baufläche ist bereits versiegelt

Gemeinderat Christian Leszkowski (SPD) erinnerte daran, dass die ursprüngliche Planung fünf Gebäude auf dem Areal vorsah. Dann habe es die Überlegung gegeben, drei Häuser zu errichten. „Dann hätte man aber höher bauen müssen“, sagte Leszkowski. Von solchen massiven Baukörpern habe man aber Abstand genommen.

Christof Schwald (Freie Wähler) erläuterte, warum sich der Gemeinderat für diesen Standort für das Bauprojekt entschied. Es werde dort kein Ackerland oder ein Biotop versiegelt, sondern eine geteerte Fläche. Außerdem könnten die Wohnungen dort mit Fernwärme versorgt werden.

Eine Frau fragte, ob wegfallende Stellplätze kompensiert würden. Ein „skizzenhaftes Konzept“ sehe Stellplätze gegenüber der Kreuzung von Alemannen- und Höllsteiner Straße vor, erklärte Multner. Kein Verständnis hatte er für den Vorschlag einer Bürgerin, nur drei Gebäude zu errichten, um den Grünstreifen zu erhalten. Das Projekt müsse für den Investor wirtschaftlich sein – und das sei nur bei vier Gebäuden der Fall.

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