Maulburg Von Aitern über Schopfheim nach Maulburg

Edelbert Rapp kann heute in Maulburg seinen 80. Geburtstag feiern.Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt

Maulburg (os). Er habe ein arbeitsreiches Leben hinter sich, sei froh und dankbar über die Einbindung in die Familie und die Nachbarschaft in Maulburg, wo er seit gut 20 Jahren lebt und wo er heute seinen 80. Geburtstag feiern kann: Das sagt der aus Aitern stammende Edelbert Rapp.

Geboren wurde der Jubilar am 15. März 1941 in dem Dorf am Fuße des Belchen. Dort wuchs der Sohn einer Industriearbeiterin und eines kurz nach der Geburt von Edelbert Rapp gefallenen Wehrmachts-Soldaten mit zwei Stiefgeschwistern auf. „Meine Mutter hat zum zweiten Mal geheiratet und in der Familie meines Stiefvaters sind wir trotz der Schwierigkeiten der Kriegs- und Nachkriegszeit glücklich groß geworden“, sagt Edelbert Rapp.

Nach der Schulzeit hätte er eigentlich  gern Kfz-Mechaniker gelernt. Das klappte aber nicht, und so hatte er verschiedene Arbeitsstellen bis zur Bundeswehrzeit. Nach dem Wehrdienst machte er den Lkw-Führerschein und arbeitete anschließend gut 40 Jahre auf dem Bau, war Lkw-Fahrer für ein Todtnauer Bauunternehmen und fuhr im Winter die kommunalen Schneepflüge in Todtnau und Umgebung.

Im April 1964 heiratete Edelbert Rapp; mit seiner 2016 verstorbenen Ehefrau hatte er vier Kindern und mittlerweile ist die Familie um sechs Enkelkinder gewachsen. Die Familie Rapp lebte lange Jahre in Schopfheim; als die Kinder aus dem Haus waren, zog man 2000 nach Maulburg in die Scheinbergstraße. Dort sei man dank netter Nachbarschaft und sicher auch, weil Edelbert Rapp als „schaffiger“ Zeitgenosse Hausmeisterdienste übernahm, schnell heimisch geworden, erzählt der Jubilar.

Zeit für Vereinsengagement habe er indessen nur in jungen Jahren gehabt, als er im Männerchor Aitern sang. Später pflegte er mit der Ehefrau Tanztee-Touren durchs Markgräflerland und den Breisgau. „Wir sind regelmäßig nach Badenweiler, Bad Bellingen und Bad Krozingen gefahren und haben dort Tanztee-Veranstaltungen besucht“, erzählt Edelbert Rapp. Der Tod der Ehefrau vor knapp fünf Jahren sei ein schwerer Schlag gewesen, von dem er sich aber dank der Unterstützung der großen Familie erholte, sagt der Jubilar dankbar. Dankbar ist er auch rund um seinen 80. Geburtstag über den Rückhalt, den ihm die Familien der vier Kinder geben. „So kann ich mich immer auf jemanden verlassen, bin ansonsten froh darüber, mich noch selbst versorgen zu können“, betont der Jubilar.

Und auch die geliebten Hausmeisterdienste im Mehrfamilienhaus in der Scheinbergstraße kann er, aktuell durch Corona etwas eingeschränkt, immer noch ausführen.

Corona macht auch die eigentlich geplante, größere Familienfeier heute unmöglich. Aber vielleicht kann man in der warmen Jahreszeit nachfeiern, meint Edelbert Rapp mit der ihm eigenen Zuversicht. 

ZEITUNG lesen, MEINUNG bilden, WÄHLEN gehen! Jetzt 4 Wochen für einmalig ab 4 Euro lesen.

Umfrage

Corona-Test

Diese Woche soll eine neue Corona-Verordnung verabschiedet werden, die ab einem Grenzwert eine 2G-Regel (geimpft/genesen) vorsieht? Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading