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Müllheim Badenova plant fünf Windräder auf der Sirnitz

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Beim Bau von Windrädern in der Region geht es voran. Foto: Pixabay/Oimheidi

Das Unternehmen hat die Genehmigungsanträge eingereicht. Die ersten Windräder sollen sich im Jahr 2026 drehen.

Die Badenova-Tochter BadenovaWärmeplus hat kürzlich den Genehmigungsantrag für den Windpark Sirnitz/Dreispitz beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald eingereicht. Die ersten Anlagen sollen sich laut Mitteilung des Energieversorgers im Jahr 2026 drehen.

Das Unternehmen plant den Bau von fünf Windkraftanlagen im Wald entlang der Kette Dreispitz-Schelling-Sirnitz auf der Gemeindegrenze von Müllheim und Sulzburg. Die Anlagen des Typs Vesta V-172 mit jeweils einer Leistung von 7,2 Megawatt und einer Gesamthöhe von 261 Metern sollen grünen Strom für knapp 50 000 Menschen erzeugen. Mit mehr als 70 Millionen Kilowattstunden im Jahr wird die Produktion des geplanten Windparks auf der Sirnitz die der neun bestehenden Windkraftanlagen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald übersteigen.

„Gemeinsam mit den regionalen Kommunen wollen wir den Ausbau erneuerbarer Energien für die Menschen vor Ort gestalten und weiter vorantreiben“, betont Badenova-Vorstand Heinz-Werner Hölscher.

Die ersten Pachtverträge für drei Anlagen im Bereich Sirnitz unterschrieben die Gemeinden Heitersheim und Müllheim sowie ForstBW. Im weiteren Verlauf schlossen sich zudem die Gemeinden Sulzburg und Buggingen an, um ihre Fläche für zwei zusätzliche Windkraftanlagen im Gebiet Dreispitz zur Verfügung zu stellen. Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen freuen sich nun, dass das Projekt mit der Einreichung des Genehmigungsantrags an Fahrt aufnimmt, heißt es in der Mitteilung. Sämtliche Flächen befinden sich in öffentlicher Hand: Dadurch kommt die Pacht und damit ein großer Teil der Wertschöpfung direkt der Region zugute. Darüber hinaus profitieren die umliegenden Gemeinden über 25 Jahre von der neuen Kommunalabgabe in Höhe von rund 140 000 Euro im Jahr und von den Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

Bei der Ausarbeitung des Genehmigungsantrages standen der Gewässer-, Natur- und Artenschutz sowie eine bestmögliche Nutzung der bestehenden Infrastruktur im Fokus. Hierzu kartierten die Projektverantwortlichen über mehrere Jahre unter anderem Vögel und Fledermäuse sowie deren Lebensstätten und passten die Planungen entsprechend an. So sind beispielsweise ein Fledermausmonitoring und eine Abschaltung der Anlagen bei Fledermausaktivität vorgesehen.

„Die Windenergie ist unverzichtbarer Baustein für die Energiewende in unserer Region“, wird Martin Löffler, Bürgermeister der Stadt Müllheim im Markgräflerland, in der Mitteilung zitiert.

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