Müllheim "Beim Theaterspiel passiert etwas in mir"

Als "Feuergeister" sorgte der Chor der Michael-Friedrich-Wild-Grundschule gleich zum Auftakt der Schultheatertage für den zündenden Funken. Foto: Dorothee Philipp Foto: Die Oberbadische

Müllheim (do). Das macht Lust auf mehr: Schon die Eröffnungsveranstaltung der "Schultheatertage 2013" gestern im Müllheimer Bürgerhaus gab einen verlockenden Vorgeschmack auf das dreitägige Theaterfestival "Im Rampenlicht". Bis Freitag zeigen Kinder und Jugendliche aus zehn Schulen und zwei Kindergärten insgesamt 23 Vorstellungen als Theaterstücke, Sketche oder musikalische Auftritte an drei Spielorten: in den beiden Sälen des Müllheimer Bürgerhauses und in der Aula der Michael-Friedrich-Wild-Grundschule. Kulturdezernent Jan Merk lobte dieses für die Region einzigartige, in zweijährigem Turnus stattfindende Ereignis als Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule, der unter ihrem Dach angesiedelten Jugendkunstschule und den Schulen in der Stadt, der sich im Lauf der Zeit auch Schulen aus den Nachbargemeinden angeschlossen haben wie die René-Schickele-Schule (Badenweiler), die Sonnenbergschule (Ballrechten-Dotttingen) oder das Kreisgymnasium Neuenburg. Auch die Hebelschule Schliengen hatte ein Stück vorbereitet, das aber aus terminlichen Gründen nicht im Rahmen des Festivals gezeigt werden kann. Theaterpädagoge Uwe Fröhlich von der Jugendkunstschule, der viele der Einzelprojekte gemanaget oder beratend begleitet hatte, wies darauf hin, wie wichtig das Theaterspiel für die Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen sein kann, da es nicht nur erlaube, Gefühle künstlerisch auszudrücken, sondern auch das Selbstwertgefühl stärke. "Wenn ich Theater spiele, passiert etwas in mir drinnen", zitierte Barbara Dobuszewski, Rektorin der Michael-Friedrich-Wild-Grundschule, eine Schülerin. Das sei die prägnanteste Zusammenfassung der Argumente für Theaterspiel an Schulen, sagte sie. Dobuszewski, die auch geschäftsführende Schulleiterin für die Müllheimer Schulen ist, betonte, wie wichtig dieses Festival als Forum der Vernetzung der Schulen untereinander ist. Martina August von der Jugendkunstschule dankte allen, die an den über ein Jahr dauernden Vorbereitungen beteiligt waren. Trotz zäher Phasen habe man die Schulen doch motivieren können, freute sie sich. Einen wichtigen Beitrag für das Festival leisten auch die Sponsoren, darunter mit einem größeren Geldbetrag die "Stiftung kulturelle Jugendarbeit Baden-Württemberg". Die vielen jungen Zuschauer im Bürgerhaussaal verfolgten gespannt die Ausschnitte aus dem Festivalprogramm, die vorab gezeigt wurden. Zum eigentlichen Programmbeginn fanden sich dann auch zahlreiche ältere Theaterfans aus dem nahe gelegenen Elisabethenheim ein.

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