Müllheim Bis 2024 wird saniert

Weiler Zeitung
Ein Riesenprojekt: die Sanierung und Erweiterung der Alemannen-Realschule in Müllheim. Foto: zVg / Ludger Schäfer Foto: Weiler Zeitung

Alemannen-Realschule: Sanierung kostet 21,4 Millionen Euro / Zusätzliche Räume

Die Sanierung und Erweiterung der Alemannenrealschule in Müllheim ist ein Mammutprojekt. Geplant wird aktuell mit Kosten von 21,4 Millionen Euro. Den Löwenanteil macht der Brandschutz aus. Außerdem sollen im Zuge der Generalsanierung auch zusätzliche Räume für die offene Ganztagsschule geschaffen werden.

Von Alexander Anlicker

Müllheim. Derzeit zählt die Schule rund 740 Schüler in 28 Klassen. Sie ist seit dem Schuljahr 2010/11 offene Ganztagsschule, musste sich aber bei den nötigen Räumlichkeiten bislang mit Provisorien behelfen.

Die von der Baurechtsbehörde geforderten Sofortmaßnahmen wie Brandschutztüren, Treppentürme, eine neue Brandmeldeanlage seien bereits umgesetzt, berichtete Baudezernentin Franka Häußler im Gemeinderat. Auch die Container mit den sechs benötigten provisorischen Klassenzimmern wurden bereits errichtet.

Die Schulleitung hat gemeinsam mit der Agentur „Intelligent im Raum“ ein Raumprogramm erarbeitet, das ohne Anbauten innerherhalb des Bestandsgebäudes umgesetzt werden kann.

550 Quadratmeter zusätzliche Räume

Vom Regierungspräsidium wurden zusätzliche Räume mit einer Fläche von 554 Quadratmetern anerkannt. Darunter sind vier Lernzeitzimmer/Gruppenräume, eine Theaterwerkstatt, ein Projektraum Musik, zwei Spiel- und Bewegungsräume, ein Betreuungsraum (Cafeteria) sowie je ein Trainings-, Stillarbeits- und Streitschlichterraum. Zudem soll es für den Lehrerbereich 20 Quadratmeter mehr geben.

Dabei ging es darum, den Grundriss optimal zu nutzen sowie Zukunftssicherheit und Flexibilität für mögliche Erweiterungen zu schaffen, erläuterte Innenarchitektin Anja Schuhmann.

Zusätzlicher Raum wird unter anderem dadurch geschaffen, dass im so genannten Nordbau die Aula eine Decke bekommt und dadurch im ersten Obergeschoss zusätzliche Flächen entstehen. Die Decke ist vor allem aus Brandschutzgründen erforderlich, um eine Trennung zu den Obergeschossen zu erreichen. Darüber hinaus wird die Fassade im Erdgeschoss nach außen versetzt.

Architekt Mario Eggen erinnerte nochmals an die baulichen Mängel, welche die Sanierung erforderlich machen. Unter anderem sei die komplette Erneuerung der Lüftung und der Elektroinstallation erforderlich. Zudem stellte Eggen den Zeitplan vor.

28 Bauabschnitte dauern voraussichtlich bis 2024

Die Bauarbeiten seien, da sie parallel zum Schulbetrieb durchgeführt werden, komplex und langwierig, unterstrich Eggen. Derzeit sind insgesamt 28 Bauabschnitte geplant. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2020 geplant. Mit der Fertigstellung im Süd-Bau wird im Sommer 2022 gerechnet, die Arbeiten im Nordbau dauern voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2024.

Die Kostenschätzung beläuft sich aktuell auf insgesamt knapp 21,4 Millionen Euro, hierfür entfallen rund 2,9 Millionen Euro auf die Ausstattung und Einrichtung. Die Kosten für die brandschutztechnische Sanierung waren ursprünglich mit rund 16,3 Millionen Euro geschätzt worden.

Fünf Millionen Euro Zuschuss für Brandschutz

Zur Finanzierung des Brandschutzes hat die Stadt vom Land bereits einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5,2 Millionen Euro bekommen. „Für die Erweiterung zur Ganztagsschule gibt es nicht soviel dazu“, sagte Finanzdezernent Günter Danksin, er rechnet mit zusätzlichen 300 000 Euro.

Im Südbau beteiligt sich zudem der Landkreis an den Kosten, er ist als Träger des Markgräfler Gymnasiums Eigentümer von Klassenräumen im zweiten Obergeschoss. Allerdings sieht das Raumprogramm die Nutzung dieser Räume durch die Realschule vor. Hier sei man mit dem Landkreis im Gespräch, erläuterte Danksin.

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