Müllheim „Bleiben in der Fläche präsent“

Alexander Anlicker
Die Volksbank Breisgau-Markgräflerland hat ihr zentrales Beratungszentrum im Gewerbepark Breisgau, das „WerteHaus“ in Betrieb genommen. Foto: Anlicker

Die Volksbank Breisgau-Markgräflerland hat ihr neues „WerteHaus“ im Gewerbepark Breisgau fertiggestellt und es wurde von den Mitarbeitern bezogen. Die Vorstandsmitglieder Karin Ortlieb, Jörg Dehler und Norbert Lange stellten mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Susanne Hierholzer das „WerteHaus“ vor.

Von Alexander Anlicker

Müllheim/Gewerbepark Breisgau. Dieses ist das neue Beratungszentrum der Volksbank und bietet 70 moderne Arbeitsplätze sowie 15 Beratungszimmer im Attikageschoss mit Blick auf Schwarzwald, Vogesen und Kaiserstuhl. Diese seien schlicht, aber mit Top-Technik ausgestattet, erklärte der Vorstandsvorsitzende Norbert Lange. Große Bildschirme ermöglichten beispielsweise auch hybride Beratungsformen, bei dem Teilnehmer online zugeschaltet werden.

Kein Widerspruch zur Präsenz in der Fläche

Die Mitarbeiter waren bisher vornehmlich in den Regionalzentren Bad Krozingen und Müllheim ansässig. Dies sei aber kein Widerspruch zur Präsenz in der Fläche, betonte Lange. Die Mitarbeiter sind technisch so ausgestattet, dass sie standortunabhängig beraten können. Nach wie vor werden die Kunden dort beraten, wo sie es wünschen, unterstreicht er. Die Mitarbeiter arbeiteten beispielsweise an drei Tagen im „WerteHaus“ und an zwei Tagen im Regionalzentrum in Müllheim. Der Gewerbepark sei mit dem Auto in gut 15 Minuten aus dem gesamten Einzugsgebiet erreichbar, auch die Parkplatzsuche in Bad Krozingen oder Müllheim entfalle, weist Lange auf die Vorzüge des „WerteHauses“ hin.

Kernsanierung in Müllheim geplant

Die mit dem Umzug freigewordenen Räume an den Standorten Müllheim und Bad Krozingen werden nach entsprechenden Umbauarbeiten neuen Verwendungen zugeführt. „Wir werden voraussichtlich noch in diesem Jahr in Müllheim mit der Kernsanierung beginnen“, erklärte Lange auf Nachfrage. Es entstehen neue Büroräume für Dienstleistungsbetriebe oder Praxisräume für örtliche Ärzte zur Vermietung.

Bei der Vorstellung des Gebäudes zeigten sich die verantwortlichen Vorstände erfreut über die Fertigstellung des mittlerweile dritten Bauabschnitts im Gewerbepark. Engpässe bei der Materialbeschaffung und Lieferschwierigkeiten verzögerten zwar den ursprünglich geplanten Einzugstermin um gut ein halbes Jahr, dennoch sei man im vertretbaren Kostenrahmen geblieben. „Wir sind froh darüber, dass wir das Projekt frühzeitig geplant und begonnen haben. Heute würde das Investitionsvolumen aufgrund der enormen Preissteigerungen vermutlich deutlich höher ausfallen“, heißt es.

Der Begriff „WerteHaus“ wurde kreiert, weil man der Auffassung war, dass das Haus mehr als nur ein Gebäude ist. „Es steht für unsere Verantwortung, für unser Qualitätsversprechen und werteorientiertes Handeln“, sagte Lange. Mit dem Bau setzt die Bank ein weiteres Zeichen ihrer strategischen Zukunftsausrichtung, heißt es. Kundennähe, Erreichbarkeit, qualitativ hochwertige Beratungsleistungen und Einsatz modernster Technik sind dabei zentrale geschäftspolitische Grundsätze.

Grundwasser kühlt, Abwärme heizt

Aber auch das Thema Nachhaltigkeit nimmt mittlerweile bei der Volksbank Breisgau-Markgräflerland einen hohen Stellenwert ein. Der Klimawandel ist für alle immer deutlicher spürbar und die Bank will und muss hier ihren Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften leisten. Der Fokus lag beim Bau auf der nachhaltigen Bewirtschaftung des Gebäudes, dem Einsatz von möglichst regionalen Baustoffen und der Vergabe an regionale Planer und Handwerker, erläuterte Jörg Dehler.

Erstmals erstellte die Bank einen sogenannten Hybridbau: Um einen statisch notwendigen Betonkern herum wurden mit einer Holzkonstruktion die Ausleger der Stockwerke gebaut. Die besondere Herausforderung bei einer solchen Bauweise ist die Akustik und die Trittschalldämmung in den Beratungs- und Bürobereichen. Zur Kühlung der Räume wird Grundwasser genutzt. Das Gebäude wird durch das Fernwärmenetz der im Gewerbepark Breisgau ansässigen TREA beheizt.

Zukünftig wird die Bank ihren Stromverbrauch zu einem großen Anteil selbst produzieren. Hierfür wird noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 180 Kilowatt peak in Kombination mit Speichertechnik begonnen. Im Ergebnis sollen dadurch rund 1,8 Millionen Kilogram Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden.

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