Müllheim Freies WLAN für die Region

Auf dem Weg zur „Genossenschaft 4.0“ (v.l.): Dietmar Kößler (Geschäftsführung Breisgau-Markgräflerland-Medien), Voba-Vorstandsvorsitzender Norbert Lange, Ron Spelt, Olaf Lahmann (beide Geschäftsführung Breisgau-Medien) und Voba-Vorstandsmitglied Jörg Dehler. Foto: Dorothee Philipp

Markgräflerland - Die Volksbank Breisgau-Markgräflerland will ein kostenloses öffentliches WLAN für die Region etablieren. Der Service soll gleichzeitig zu einer dynamisch wachsenden Plattform für die Selbstdarstellung der Anbieter in der Region werden. Damit will man „etwas Nachhaltiges für die Region“ schaffen, wie es Vorstandsvorsitzender Norbert Lange beim Pressegespräch ausdrückte.

Den Impuls für das innovative Projekt setzte die Fusion der beiden Volksbanken Müllheim und Breisgau-Süd vor einem Jahr. Dabei gehe es darum, die Digitalisierung der Region voranzutreiben sowie Einwohnern und Touristen digitale Mehrwerte zu bieten und den großen Onlineplayern zugunsten der regionalen Wirtschaft Paroli, sagte Lange.

Eines der größten öffentlichen WLAN-Netze

„Online2local“ wird eines der größten öffentlichen WLAN-Netze in Deutschland und startet mit insgesamt 60 Access-Punkten (Zugangspunkten) in den vier Gemeinden Müllheim, Bad Krozingen, Neuenburg am Rhein und Breisach.

Zum Start werde die Volksbank einen „deutlich sechsstelligen Betrag“ in die Hand nehmen.

„Online2local“ sei an den Start geschoben worden nicht mit dem vorrangigen Zweck der Gewinnerzielung, sondern als Zeichen des genossenschaftlichen Gedankens, betonte Lange. Dazu gehöre auch die Unterstützung und Förderung der regionalen Wirtschaft, was wiederum für eine Belebung des ländlichen Raums sorge.

Der genossenschaftliche Markenkern werde so ins digitale Zeitalter transferiert. Denn angesichts des rasanten Wandels, den die Digitalisierung im Kundenverhalten ausgelöst hat, sei es ausgeschlossen, diese Entwicklung aussitzen zu wollen.

Digitalisierung biete hingegen neue Chancen, die eigene Effizienz zu steigern und zusätzliche Kundenpotenziale zu erschließen.

Weitere Gemeinden haben bereits angeklopft

Es gebe jetzt schon Anfragen weiterer Gemeinden und Unternehmen aus der Region, bestätigte Ron Spelt, Geschäftsführer der neu gegründeten Breisgau-Markgräflerland-Medien GmbH, die das Projekt konzipiert hat und zusammen mit der Bad Krozinger Firma „Adimals“ umsetzen wird. Dabei arbeite man ausschließlich mit Hochleistungsrechenzentren in Deutschland zusammen, betonte Spelt. Verwiesen wird auf hohe Standards in Technik, Sicherheit und bei den Volumina der Übertragungsraten.

„Online2local“ sei weit mehr als nur kostenloses Surfen. Es sei ein „High-End-WLAN“, das Menschen, Unternehmen und Attraktionen der Region vernetze. Die Strukturierung der Plattform verschaffe den lokalen Unternehmen zudem bessere Wahrnehmbarkeit im Internet und in den Suchmaschinen.

Die Zahl der Access-Punkte wird sich noch erhöhen, und sei auch innerhalb von Gebäuden möglich, betonte Voba-Vorstandsmitglied Jörg Dehler. Handel, Gastronomie, Weinwirtschaft oder Tourist-Informationen und viele andere mögliche Partner könnten von solchen Indoor-Access-Points profitieren. Mit der Installation der Hardware für die Access-Points von „Online2local“ wird im kommenden Monat begonnen.

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