Müllheim Gewinn von knapp 3,9 Millionen Euro

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Rainer Haag (v.l.) vom baden-württembergischen Genossenschaftsverband ehrte die aus Altersgründen ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Matthias Dinse (silbernen Ehrennadel) sowie Harald Kraus (Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille). Dazu grautlierten die Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Hierholzer und der Vorstandsovrsitzende Norbert Lange.                             Foto: Alexander Anlicker

Müllheim-Heitersheim (anl). Trotz Pandemie und Inflation verzeichnet die Volksbank Breisgau-Markgräflerland ein Wachstum bei Bilanzsumme, betreutem Kundenvolumen und Kreditgeschäft. Die Jahresrechnung 2021 weist einen Gewinn von knapp 3,9 Millionen Euro aus.

„Unter sehr herausfordernden Rahmenbedingungen konnten wir im vergangenen Jahr ein gutes Ergebnis erreichen, das uns mehr als zufriedenstellt und eine gute Ausgangsbasis für die Zukunft ist“, lautete das Fazit des Vorstandsvorsitzenden Norbert Lange. Dieser ging, zu Beginn seines Berichts, auf die gesamtwirtschaftliche Situation ein und verwies auf die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Zeitenwende. Der Krieg stelle Deutschland, Europa und die Welt vor neue Herausforderungen, mit weitreichenden Folgen im alltäglichen Leben. „Er verstärkt Entwicklungen, die in den vergangenen Jahren bereits durch Themen wie Corona oder den Klimawandel an Bedeutung gewonnen haben“, stellte er fest. Als Beispiele nannte er die Inflationsrate von 7,9 Prozent.

Die Pandemie habe zu einem weiteren Digitalisierungsschub geführt, sagte Lange. Dank der „omnikanalen“ Vertriebswege sei es gelungen, auch aus der Entfernung nahe bei den Kunden zu sein, egal ob über Telefon, Chat, Online-Banking, Banking-App oder Videoberatung. Er verwies auf die Filialstruktur, die gezielt und konsequent verändert wurde. So sei die Anzahl der Geschäftsstellen stark verändert worden – nicht um Kosten zu sparen, sondern um sich dem Kundenverhalten und dem Marktgegebenheiten anzupassen. Lange hob die moderne Zentrale im Gewerbepark Breisgau mit zeitgemäßer technischer Infrastruktur und „Omnikanalangebot“ für die Kunden hervor. Die weitere Zentralisierung erfolge mit der Fertigstellung des neuen Beratungszentrums oder „Wertehauses“.

Zahlen und Fakten

Aktuell zählt die Bank 36 563 Kunden. Die Bilanzsumme hat sich um 9,1 Prozent auf mehr als 2,2 Milliarden Euro erhöht. Damit liege die Bank im Größenranking der Volks- und Raiffeisenbanken auf Platz 26 von 144 in Baden-Württemberg. Das betreute Kundenvolumen stieg sogar um 10,1 Prozent oder 368 Millionen Euro auf mehr als vier Milliarden Euro. Die erwartete Zurückhaltung bei Investitionen und Immobilienfinanzierung sei nicht eingetroffen. Die Kundenkredite erhöhten sich sogar um 363 Millionen Euro. Das gesamte Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 9,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das bilanzierte Eigenkapital wuchs um 4,4 Prozent auf nun 233 Millionen Euro und beträgt nun 10,5 Prozent der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 19 Prozent. Die 268 Mitarbeiter erwirtschafteten einen Jahresüberschuss von knapp 3,9 Millionen Euro, die abzüglich einer dreiprozentigen Dividende in Höhe von insgesamt knapp 368 000 Euro den Rücklagen zugeführt werden.

Wahlen

Bei den Wahlen wurden die Aufsichtsratsmitglieder Hans Christian Maier aus Müllheim, Martin Buck aus Neuenburg und Heidi Schwarz-Schindler aus Mauchen einstimmig wiedergewählt. Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind wegen Überschreiten der Altersgrenze der Müllheimer Unternehmer Matthias Dinse sowie der frühere Eschbacher Bürgermeister Harald Kraus. Dinse wurde von Rainer Haag, Vertreter des baden-württembergischen Genossenschaftsverbands, mit der Ehrennadel des Genossenschaftsverbands in Silber ausgezeichnet. Dinse gehörte mehr als ein Vierteljahrhundert dem Aufsichtsrat an und war 1996 in den Aufsichtsrat der Volksbank Müllheim gewählt worden.

Harald Kraus wurde mit der Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille geehrt. Er war bereits 1984 in den Aufsichtsrat der Spar- und Kreditbank Bad Krozingen-Heitersheim eG gewählt worden und hat in dieser Funktion gleich zwei Fusionen begleitet. Die Verschmelzungen der Spar- und Kreditbank zur Volksbank Breisgau Süd im Jahr 1999 und vor vier Jahren die Fusion zur heutigen Volksbank Breisgau-Markgräflerland.

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