Müllheim Lautstark für den Frieden

Beim Ostermarsch durch die Stadt war immer wieder die Forderung nach „Frieden schaffen ohne Waffen“ zu hören. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Ostermontag ist im Südwesten Ostermarschzeit. Der Friedensrat Markgräflerland und DGB Markgräflerland hatten auch in diesem Jahr dazu vor die Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim eingeladen. Laut Veranstalter nahmen 500 Menschen teil – so viele wie noch nie zuvor.

Müllheim. Nach der Einstimmung durch den Ostermarsch-Chor, der von den Teilnehmern gebildet wurde, setzte sich Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland mit der gegenwärtigen Politik auseinander und forderte: „Konfliktlösungen sollten konsequent mit zivilen Mitteln erfolgen.“ Dafür fehlten nicht die Mittel, sondern der Wille, war er der Ansicht.

Nach dem lauten Ostermarsch durch die Stadt, auf dem immer wieder die Forderung nach „Frieden schaffen ohne Waffen“ und ein schrilles „Wir pfeifen auf eure Kriege!“ zu hören war, wurden die Teilnehmer auf dem Marktplatz von Musikern aus dem Roma-Büro-Freiburg mit lebensfroher Musik begrüßt.

Der 91-jährige Ernst-Udo Kauffmann, der 1945 aus der Nazi-Wehrmacht desertierte, berichtete den Teilnehmern von seinen leidvollen Erfahrungen und bekräftigte die daraus resultierende Forderung: „Nie wieder Krieg!“

Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat machte die Teilnehmer eindrucksvoll auf das Schicksal der vielen Kinder aufmerksam, die heute von Kriegen betroffen und gezeichnet sind.

Das Motto: Frieden und Menschlichkeit

Ihre Ausführungen unterstrichen die Bedeutung des Mottos des diesjährigen Ostermarsches für das Leben dieser Kinder: „Frieden und Menschlichkeit – was sonst?!“

Der Ostermarsch im Südwesten „gibt den Teilnehmern Mut, fröhlich und entschieden einzutreten für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält“, heißt es in der Pressemitteilung des Friedensrats. „Denn das ist für die Menschen am besten.“

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