Müllheim Lyrik und Erzählungen

Die Preisträger des Schreibwettbewerbs. Foto: zVg

Müllheim - Beim Schreibwettbewerb am Markgräfler Gymnasium Müllheim (MGM) zeichnete die Jury zahlreiche Schülerarbeiten mit Preisen aus. Diese wurden im Rahmen der Preisverleihung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der vorgegebene Themenschwerpunkt „(Dr)innen – (dr)außen – (r)aus“ richtete den Blick auf Erfahrungen, die im Sichtbaren und Unsichtbaren wirken, Gegensätzlichkeit oder Vermischung mit der äußeren Wirklichkeit aufzeigen, und eröffnete so eine Vielzahl von Möglicheiten für die jungen Autoren und Autorinnen.

„Es gab unterhaltsame, anrührende und nachdenklich machende Texte, und jeder Text hat etwas mit uns gemacht“, erklärte Simone Wiesmann bei der Eröffnung der Preisverleihung, warum die Entscheidungen der siebenköpfigen Jury überaus schwer gefallen seien.

Die ausgezeichneten Beiträge würdigten die Jurymitglieder Simone Wiesmann, Meike Kröffges, Felix Goepel und Dorothea Schmidt (Lehrer am MGM) und Bernd-Jürgen Thiel (Lesegesellschaft Müllheim) mit stilvollen Lesevorträgen und Laudationes, welche die Schülerarbeiten mit wissenschaftlicher Gründlichkeit zu einem ernstzunehmenden literarischen Werk erhoben.

Mit dem Lyrik-Preis der Unterstufe würdigte die Jury das Gedicht „Kein Raum für’n Traum“ von Henrik Le Bouar (Klasse 6 b), das schelmisch aufzeigt, wie die Unterrichtserfahrung eines Schülers weit über den eigentlichen Lehrstoff hinausgehende Gedanken auslösen kann.

Der Erzählpreis der Unterstufe ging an Marieke Le Bouar (5 a) für ihre Geschichte „Ein zauberhafter Geburtstag“, in der sie flüchtige Momente als eindringliche Erfahrungen in Tagebuchform festhält. Den Lesevortrag unterstützte dabei Nina Wiesmann, die diesjährige Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs.

Den Preis der Lesegesellschaft Müllheim erhielt Maja Ibing (6 b) für ihre fesselnde Erzählung „Außen – Innen – Aus mir raus“. Der Erzählpreis der Mittelstufe wurde geteilt und ging an Emma Gadesmann (8 a) für ihren Beitrag „Freitagmorgen“ und Emily Spengler (8 b). Emilys Parabel „Lass die Hoffnung nicht zu Boden sinken“ überzeugte die Jury vor allem dadurch, dass der Text „gleichermaßen konkret wie aussparend, nie kitschig, fragmentarisch, offen und dennoch sehr eindrücklich gestaltet ist“ (Wiesmann).

Mit dem Erzählpreis der Oberstufe zeichnete die Jury Jana Sütterlin für ihre Erzählung „Fensterblicke“ aus, in der sie fotografisch genau die Orte und Gegenstände beschreibt, die die Geschichte ohne Figuren tragen und dennoch ein Familiendrama enthüllen. Einen Sonderpreis für poetische Sprache erhielt Sophie Sinz für ihre Kurzprosa-Texte „Stille“ und „Spiegelbild“.

Im Rahmen der Kategorie „Werkstatt“ würdigte die Jury mit einer Schokoladenfeile fünf weitere Beiträge, die vielversprechendes Talent aufscheinen lassen und an denen man noch etwas „feilen“ kann. Die Preisträger durften sich über Bücher-Gutscheine freuen, die von der Buchhandlung Beidek, dem MGM sowie der Lesegesellschaft Müllheim gestiftet wurden.

Musikalisch umrahmte das Trompeten-Trio mit Rémy Hess, Frederik Steinhagen und Victor Lindstedt die Preisverleihung.

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