Musikverein Inzlingen Konzert in voller Kirche

Uwe Thomes
Sängerin Anna Spadinger und der Musikverein Inzlingen boten ein eindrucksvolles Kirchenkonzert. Foto: Uwe Thomes

Seit Mitte Januar hatte der Inzlinger Musikverein (MVI) für das Konzert am Sonntagabend in der St. Peter und Paul-Kirche geprobt. Dirigent Maximilian Schaffrina hatte für diesen Anlass ein erlesenes und abwechslungsreiches, aber, wie Co-Vorsitzende Melanie Andris es ausdrückte, auch sehr anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Das Publikum war begeistert.

Die katholische Kirche in Inzlingen war bis zum letzten Sitzplatz gefüllt, als Sabine Hefele, ebenfalls Co-Vorsitzende, das erwartungsfrohe Publikum begrüßte. Durch das Programm führte dann Sofia Bleile. Sie stellte die Titel vor und fütterte die Anwesenden mit Hintergrundwissen dazu. Der Musikverein trat mit voller Kapelle an, was dem orchestralen Sound durch die akustische Unterstützung des Kirchengewölbes eine kraftvolle Macht verlieh.

Einstieg mit „Das große Tor von Kiew“

Das von Anfang bis Ende eindrucksvolle Konzert begann mit dem Titel „Das große Tor von Kiew“ von Modest Mussorgski aus seinem Werk „Bilder einer Ausstellung“, komponiert 1874 aufgrund einer Inspiration durch eine Ausstellung des mit ihm befreundeten Malers Ludwig Hartmann. Es folgte das melancholisch getragene Stück „Carrickfergus Posy“, ein bereits von vielen Künstlern interpretiertes irisches Volkslied über den Sehnsuchtsort eines alten, kranken Mannes.

Aus der anlässlich des Endes des Kosovo-Krieges komponierten Messe „The Armed Man – A Mass For Peace“ stammt der Titel „Benedictus“, anfangs sparsam instrumentalisiert, dann aber mit einer ausdrucksstarken Melodie, vom Musikverein mit einem überzeugenden Euphonium-Solo von Marc Reinger vorgetragen.

Sängerin Anna Spadinger unterstützt die Musiker

Die Sängerin Anna Spadinger kam bei dem Titel „Gold von den Sternen“ aus dem Musical „Mozart“ erstmals zu einem viel beachteten Auftritt. Das Stück drückt die Bedeutung von Eigenständigkeit, individuellem Wachstum und Mut aus. Auf der Erkennungsmelodie der holländischen TV-Kindersendung „Auf der Suche nach Musik“ basiert „A Discovery Fantasy“, beginnend mit einem ruhigen Bolero, sich dann aber zu einem kraftvollen Finale steigernd.

Der Song „A Million Dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman” war eine kraftvolle Hymne der Hoffnung und der Macht der Träume, beinhaltend das Streben nach einer besseren Zukunft, erneut gesanglich interpretiert von Anna Spadinger.

Am Ende der offiziellen Liste stand – nach dem Motto: aus zwei mach eins – eine humoristische Symbiose des „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messias-Oratorium“ und dem amerikanischen Spiritual „When The Saints Go Marching In“.

Kein Ende ohne zwei weitere Zugaben

Mit seinen dynamischen Wechseln und anspruchsvollen Rhythmen bildete dieses „The Saints‘ Hallelujah“ den fulminanten Schlusspunkt des Kirchenkonzerts. Allerdings nur fast, denn das Publikum entließ die Musiker nach lange anhaltenden Beifallskundgebungen nicht ohne zwei weitere Zugaben, dem Stück „Von Guten Mächten“ und einem Choral.

Die Gäste waren begeistert, die Inzlinger Musiker irgendwie erleichtert, dass das erste große Konzert des Jahres mit anspruchsvollem Programm so gut verlaufen ist. Wer Zeit und Lust hatte, durfte es sich abschließend bei geselligem Small-Talk sowie kleinen Snacks und diversen Getränken im benachbarten Pfarreiheim gutgehen lassen und so wohlgelaunt in den Sonntagabend starten.

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