Neubaugebiet „Römern“ Herten Bürgerworkshop mit 120 Teilnehmern

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An den Stehtischen wurde fleißig diskutiert. Zahlreiche Ideen sollen in das weitere Verfahren einfließen. Foto: Heinz Vollmar Foto: tn

Alle Teilnehmer am Bürgerworkshop für den städtebaulichen Realisierungswettbewerb für das geplante Hertener Baugebiet mussten Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen.

Die Projektplanung und der städtebauliche Realisierungswettbewerb für das Baugebiet „Römern“ geht in die nächste Phase. Im Rahmen eines Bürgerworkshops mit mehr als 120 Teilnehmern sind drei von einer Fachjury ausgewählte Entwürfe mit Potenzial zur Weiterentwicklung vorgestellt worden.

Diese waren in einer ersten Stufe des zweistufigen Realisierungswettbewerbs aus insgesamt zehn eingereichten Entwürfen ausgewählt worden. Maßgebende Kriterien waren dabei unter anderem die städtebauliche und gestalterische Qualität der Entwürfe, die Gestaltung des Freiraums, die Berücksichtigung ökologischer Aspekte und des Klimaschutzes, die Vernetzung mit der Umgebung sowie die verkehrliche Erschließung.

Detaillierte Vorstellung

Von welchen Architektur- und Planungsbüros die Entwürfe stammen, ist nach wie vor unbekannt und soll bis zum Ende des Verfahrens anonym bleiben. Beim Bürgerworkshop war es daher auch nicht erlaubt, Fotos von den Plänen zu machen. Alle Teilnehmer mussten eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass Dritte anhand von veröffentlichten Planfotos Rückschlüsse auf deren Urheber ziehen können.

Detailliert vorgestellt wurden die drei ausgewählten Pläne – anonymisiert – vom Vorsitzenden des Preisgerichts, Fred Gresens, Architekt aus Offenburg. Er selbst ging wie zuvor auch Yunjie Liu von der Stadtplanungs- und Klimaschutzabteilung der Stadt Rheinfelden auf die Herausforderungen in Bezug auf das Baugebiet „Römern“ ein. Dazu zählten beide die durch das Baugebiet verlaufende Hochspannungsleitung, den Lärmschutz aufgrund der Bahnlinie im Süden und des Sportplatzes im Nordwesten sowie der Industrie.

Standortfragen

Die Teilnehmer des Workshops beschäftigten sich mit den vorgeschlagenen Standorten für einen Kindergarten, den Schallschutz in Verbindung mit dem Geschosswohnungsbau entlang der Bahnlinie, mit der Erschließung des Baugebietes sowie mit den Grünzügen, die in den Entwürfen sehr unterschiedlich gestaltet sind. Themen waren außerdem die Aufwertung des Mattenbachs, die Zufahrten in das Baugebiet sowie die Lage der „Hubs“, die Mobilitätsangebote bündeln sollen. Offen blieb zunächst die Frage, wie viele Menschen in dem künftigen Baugebiet „Römern“ wohnen werden. Dies hänge unmittelbar mit der Bebauungsdichte und den Geschosshöhen zusammen, sagte Gresens.

Die beim Workshop erarbeiteten Vorschläge und Anregungen werden im weiteren Verfahren in die Entwurfsplanung einfließen und erneut vorgestellt. Am 30. April wird die Jury über den Siegerentwurf entscheiden. Der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll dieser dann zu einem späteren Zeitpunkt, wie zu hören war.

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