Neuenburg Ein Piks beim Einkaufen

Ohne Terminvereinbarung kann man sich am Montag in Neuenburg impfen lassen.Foto: sba/Sebastian Gollnow Foto: Weiler Zeitung

Für kurzentschlossene Impfwillige besteht am Montag, 2. August, von 10 bis 15 Uhr auf dem Parkplatz vor den Supermärkten Rewe und Lidl in Neuenburg die Möglichkeit, sich ohne vorherige Terminvereinbarungen eine Corona-Schutzimpfung geben zu lassen.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. In einem Pressegespräch warb Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster für das Impfen: „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir wieder Einschränkungen haben sowie wieder Schulen und Kindergärten schließen müssen.“ Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Martin Bächler und Andreas Grozinger stellte er die Aktion vor.

Geimpft wird mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson für alle Volljährigen, der den Vorteil bietet, dass nur ein Spritze ausreicht. Für Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren steht der Impfstoff von Biontech zur Verfügung. Da für diesen Impfstoff zwei Impfungen erforderlich sind, wird gleich vor Ort ein Termin für die Zweitimpfung vereinbart. Bei Kindern und Jugendlichen von zwölf bis einschließlich 15 Jahren ist die Einwilligung der Eltern erforderlich.

Es ist der einzige kommunale Impftag im Markgräflerland und der letzte von zehn Impftagen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Initiiert wurde das Projekt „Kommunaler Impftag“ vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises. Stadtrat Christoph Ziel hat die Bereitstellung der Aktionsfläche durch die Gespräche mit den Marktleitungen organisiert. Das Impfen übernimmt ein mobiles Impfteam des Kreisimpfzentrums Müllheim, dass sich aus Mitarbeitern der Kreisverbände Freiburg und Müllheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zusammensetzt. Die Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins Neuenburg übernehmen die Beobachtung und Betreuung der Impfling nach der erfolgten Impfung

Die Freiwillige Feuerwehr Neuenburg übernimmt den Aufbau des Warte- und Betreuungsbereichs. Der Landkreis stellt hierfür eigens einen Besprechungscontainer zur Verfügung.

Wer wird geimpft?

Impfen lassen können sich alle, die in Deutschland leben, wohnen oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Es können sich also auch Pendler aus dem Elsass impfen lassen, die in Deutschland arbeiten und krankenversichert sind.

„Es wäre eine vertane Chance, wenn die Aktion nicht eine breite Gruppe von Menschen erreicht“, hofft Bürgermeister Schuster auf eine rege Beteiligung. Er finde es eine gute Idee so etwas anzubieten. „Ich bin ein großer Verfechter der Impfaktion und appelliere überall, sich impfen zu lassen, weil der Nutzen enorm überwiege“, betonte der Bürgermeister und ergänzte: „Die, die nicht impfen gehen, verlassen sich auf die Solidarität derjenigen, die geimpft sind.“

Der Nutzen überwiegt

Er halte es für richtig, dass Einschränkungen für Geimpfte zurückgenommen werden und das die Tests von denen, die sich nicht impfen lassen wollen, gezahlt werden müssen. Er sehe es auch als Verpflichtung für die Eltern, dass diese alles tun, dass sich Kinder nicht anstecken. Dies auch mit Blick auf die Vermeidung von Schulschließungen.

Weitere Informationen: Kommunale Impfaktion am Samstag, 31. Juli, von 10 bis 15 Uhr auf dem Parkplatz zwischen Rewe und Lidl, Max-Schweinlin-Straße 7

  • Bewertung
    1

Umfrage

Laschet

Die Bundestagswahl 2021 ist entschieden. Nun stehen schwierige Koalitionsverhandlungen an. Welches Regierung wünschen Sie sich? Jamaika oder eine Ampelkoalition?

Ergebnis anzeigen
loading