Neuenburg Grünes Licht für geänderte Planung

Alexander Anlicker
Wieder auf der Tagesordnung: die Bunkerruine und das Gelände an der Hans-Buck-Straße Foto: Alexander Anlicker

In seiner November-Sitzung hatte der Neuenburger Gemeinderat die Flächennutzungsplanänderung für den Bereich Hans-Buck-Straße abgelehnt. Zu groß waren die Bedenken wegen des benachbarten Campingplatzes. Jetzt stand der Flächennutzungsplanentwurf für das Gelände dort erneut auf der Agenda.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein . Stadtplaner Christian Sammel vom Büro FSP aus Freiburg hat den Flächennutzungsplanentwurf nochmals überarbeitet. Nach Süden zum Campingplatz hin ist nun ein 30 Meter breiter Grünstreifen vorgesehen. Auch im Bereich der denkmalgeschützten Bunkerruine ist nun eine Grünfläche vorgesehen. Außerdem wird die rund 1,17 Hektar große Fläche nur noch als Gewerbegebiet und nicht mehr als Industriegebiet ausgewiesen.

Die überbaubare Fläche reduziert sich damit von 5,1 auf 4,7 Hektar. Das geplante Bauvorhaben betrifft eine insgesamt 6,5 Hektar große Fläche, dass die Firma Rheinmetall an die Firma DFI (Driving Future Innovation) Real Estate veräußert hat. Die Firma plant dort ein 50 Meter langes und bis zu 15 Meter hohes Industriegebäude parallel zur Hans-Buck-Straße sowie ein bis zu 20 Meter hohes Bürogebäude im Süden des Grundstücks an der Grenze zum Campingplatz.

Das geplante Bürogebäude entfällt ersatzlos, ergänzte Planer Sammel und verwies auf das parallel laufende Bebauungsplanverfahren, über das der Gemeinderat im nächsten Jahr entscheiden wird.

Eidechsen haben sich in der Bunkerruine angesiedelt

Bürgermeister Joachim Schuster verwies darauf, dass die Abstandsfläche zwischen Bauvorhaben und Campingplatz insgesamt 36 Meter betrage, liegt doch zwischen Grünstreifen und Campingplatz noch ein Wirtschaftsweg im Eigentum der Stadt.

Auf die Frage, wie die Grünfläche ausgestaltet wird, gab Planer Sammel die Auskunft, dass es kein Wald werden wird. Dies wäre nicht gut für die Eidechsen, die sich in der Bunkerruine angesiedelt haben.

Dieses Mal stimmten 17 Gemeinderäte für die Flächennutzungsplanänderung, die nun in die Offenlage geht. Vier Gemeinderäte stimmten dagegen, einer enthielt sich.

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