Oberes Kandertal Landwirte protestieren gegen Berlin

Rolf-Dieter Kanmacher
„Zuviel ist zuviel“ finden die Landwirte aus dem Oberen Kandertal. Foto: /Rolf-Dieter Kanmacher

Die Steuerpläne der Regierung stoßen auf Widerstand.

Die Steuerpläne der „Ampel“-Regierung in Berlin haben Landwirte aus dem Oberen Kandertal zu einem Protest am Freitag vor Weihnachten veranlasst. Künftig soll die Energiesteuer für Diesel nicht mehr erstattet werden, hieß es.

Außerdem sind die Landwirte nicht damit einverstanden, dass land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge nicht mehr von der Kfz-Steuer befreit werden sollen. Sie fanden laut Transparenten „Zu viel ist zu viel!“ und organisierten eine recht spontane Demonstration in der Ortsmitte von Marzell.

Wer noch am Vormittag aus Richtung Malsburg in das Dorf einfuhr, wunderte sich sicher über einige Heuballen, die beim Wartehäuschen des Heimatvereins bei der Stockberghalle aufgestapelt worden waren. Am Nachmittag trugen diese Aufschrift „Zu viel ist zu viel!“. Dort versammelten sich später mehr als ein Dutzend Höhenlandwirte – größtenteils mit ihren Traktoren – und machten klar, was sie von den Plänen der Koalition hielten.

Bundesweite Proteste

Die Landwirte schlossen sich den bundesweiten Demonstrationen gegen die geplanten zusätzlichen steuerlichen Belastungen an, die die Landwirte für unangemessen hielten. Mit an vorderer Stelle dabei waren auch Florian Lindemer, Vorsitzender des Weide- und Landschaftspflegeverbandes Marzell und Gemeinderatsmitglied Dierk Kilchling. Vor allem der Wegfall der Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Fahrzeuge bedeute eine kaum verkraftbare Belastung, unterstrichen sie. Die Höhenlandwirte, die durchweg Hanglagen bewirtschaften, hätten ohnehin große Existenzsorgen, durch sinkende Erträge und steigende Kosten hieß es. Die Landwirte aus dem Oberen Kandertal setzen darauf, dass ihr Protest und der ihrer Berufskollegen im ganzen Land die erhoffte Resonanz findet.

Unterstützung für Bauern

Die Landwirte versuchten durch die Demonstration auf ihre Lage aufmerksam zu machen und warben bei der Bevölkerung um Unterstützung für ihre Sache. Sie unterstrichen, dass sie ihre Protestmaßnahme bewusst so organisiert hätten, dass es zu keinerlei Verkehrsbehinderungen geführt hätte.

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