Rheinfelden Bekanntes, Neues – vor allem spannend

Die Oberbadische, 08.08.2018 18:17 Uhr

„Drei Tage – 68 Shows – 20 Künstlergruppen – sieben Nationen – 12 000 Besucher (?)“: So beschreibt das Programmheft die diesjährigen Rheinfelder Brückensensationen“. Das Straßentheaterfestival findet von 17. bis 19. August statt.

Von Ulf Körbs

Rheinfelden. Die diesjährige Auflage fällt im Vergleich zum Vorjahr ein wenig kleiner aus, wie Kulturamtsleiter Claudius Beck gestern der Presse erläuterte. Dennoch behält das Festival seine Anziehungskraft, war sich Oberbürgermeister Klaus Eber­hardt sicher. Er betonte auch das Alleinstellungsmerkmal dieser Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits ihre zwölfte Auflage erfährt.

Alte Bekannte und neue Nummern

Im Programm gibt es Künstler, die das Publikum schon zwischen dem Haus Salmegg auf der badischen Seite, dem „Inseli“ und dem „Roten Haus“ auf der Schweizer Seite, wo nach dessen Fertigstellung erstmals eine Bühne aufgebaut wird, erleben konnte. Als Beispiele seien die eidgenössische Traberproduktion, das N.N. Theater aus Köln oder die Hamburger Künstlerin Rud Witt, bekannt von der „Grün 07“– genannt. Aber es sind keine „alten Hüte“. Denn ihre diesjährigen Nummern waren hier noch nicht zu sehen. Andererseits gibt es ganz neue Gruppen wie „Blaumeiers Maskenensemble“, ein integratives Projekt. Neu und ganz spannend, wie es die Projektleiterin des Schweizer Kulturbüros, Brigitte Brügger beschrieb, dürfte die emotionale Inszenierung von „Dundu“ – was für „Du und Du“ steht – sein. Neben dem N.N. Theater ist diese fünf Meter hohe Lichtgestalt von Tobias Husemann einer der großen „Brückensensationen“. Brügger hatte auch eine schlechte Nachricht: Die angekündigte Feuershow auf dem Dach des Rheinparkdecks musste abgesagt werden wegen des Feuerwerksverbots.

Finanzierung steht dank Sparkassen-Engagement

Eine gute Nachricht dagegen hatte Rainer Liebenow, Vorstandsmitglied der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, im Gepäck: „Es handelt sich zwar um eine jeweils jährlich begrenzte Unterstützungszusage. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir sie nicht verlängern.“ Die Höhe des finanzielle Engagements seines Hauses umschrieb er mit dem Hinweis auf die erwartete Zuschauerzahl von 12 000 Besuchern: „Es sind rund ein Euro pro Kopf“.

Laut Beck beläuft sich das deutsche Budget auf rund 60 000 bis 80 000 Euro; allein die täglichen Gema-Gebühren kosten 1500 Euro. Trotz der Sparkassen-Großzügigkeit sei man also auch dringend auf Hutspenden angewiesen, auf die der badische Kulturamtschef und seine Mitarbeiter während der Veranstaltungstage „immer hartnäckiger“ hinweisen. Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr kamen so 16 000 Euro zusammen. Auf der Schweizer Seite wird das Festival übrigens gänzlich mit städtischen Mitteln finanziert, wobei Brügger rund 30 000 Franken als Etat angab.

 
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