Rheinfelden Brand bei Firma Vogt Plastic endet glimpflich

mv , aktualisiert am 24.01.2023 - 14:27 Uhr
Kein Schnee, sondern Löschschaum: Die Werkfeuerwehr von Evonik und die Freiwillige Feuerwehr Rheinfelden hatten den Brand bei der Firma Vogt Plastic rasch unter Kontrolle. Foto: Heinz Vollmar

Rheinfelden.

Der Brand eines Förderbands bei der Firma Vogt Plastic  an der Bukheinstraße in Oberrheinfelden am Montagnachmittag ist glimpflich  ausgegangen. Menschen kamen nicht zu schaden. Die Feuerwehr hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Die Polizei beziffert den Schaden auf rund 20 000 Euro.

Recyclingreste fangen Feuer

Wie Geschäftsführer  Andreas Vogt berichtete, hätten sich am frühen Nachmittag Recyclingreste, die aus gelben Säcken stammten, auf einem Förderband entzündet.  Durch einen möglichen Rückstau und eine  permanente  Reibung durch das Band könnte sich dieses entzündet haben, ergänt die Polizei. Das Feuer sorgte für eine weithin sichtbare Rauchentwicklung,  weshalb  die   Bevölkerung zunächst aufgefordert worden war, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die automatische Brandmeldeanlage bei Vogt hatte bereits gegen 14.30 Uhr  Alarm aus, so dass umgehend  zwei Werkfeuerwehren  sowie vier Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rheinfelden zum Einsatzort ausrückten. Auch Rettungsdienst und Polizei eilten zum Brandort.

Stadt- und Werkfeuerwehren im Einsatz


Bei der Firma Vogt Plastic bereits die Schaumlöschanlage der Förderanlage im Fabrikgebäude selbst sowie am außerhalb des Gebäudes verlaufenden Förderband  mit Löscharbeiten  aufgenommen.  Direkt am  Band setzte die Brandbekämpfung der Feuerwehren der Firma Evonik sowie der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden ein. Wie Abteilungskommandant Enrico Leipzig von der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden auf Nachfrage mitteilte, habe es zwar einige Zeit gedauert bis man die Revisionsöffnungen am Förderband geöffnet hatte, dann habe man den Brand jedoch sehr schnell eindämmen können.

OB Eberhardt lobt umsichtige Einsatzkräfte


Über das Brandgeschehen und den Einsatzverlauf ließ sich auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt von Vertretern des Ordnungsamtes, die vor Ort waren, laufend unterrichten, bevor er sich später selbst am Brandort ein Bild vom Geschehen verschaffte. Der OB lobte das schnelle und umsichtige Handeln der Feuerwehren genauso wie das unkomplizierte Zusammenspiel der Einsatzkräfte während der Brandbekämpfung. Erfreut zeigte er sich, dass keine Mitarbeiter der Firma Vogt Plastic sowie der Einsatzkräfte zu Schaden gekommen waren.
Dem schloss sich auch Kreisbrandmeister Uwe Häubner an, der ebenfalls  am Einsatzort war. Er wies darauf hin, dass man nach dem Brandausbruch auch umgehend einen Messtrupp in Gang gesetzt habe, um gegebenenfalls schädliche Emissionen für die Bevölkerung feststellen zu können. Eine Gefahr für die Menschen habe jedoch den Messergebnissen entsprechend nicht bestanden.

Erinnerungen an Großbrand von 2012 


Vogt Plastic, mit Hauptsitz in Rheinfelden, ist ein mittelständischer Kunststoffverarbeiter. Das Unternehmen stellt aus gemischten und verschmutzten Kunststoffverpackungen sortenreine Regranulate her, die neuen Kunststoff ersetzen.
Bereits im Jahr 2012 war im gleichen Unternehmen in Rheinfelden ein Großbrand in einer Lagerhalle ausgebrochen, in der Sortierreste in Brand geraten waren. Damals bekämpften 120 Feuerwehrleute den Großbrand. So auch am Montag, als 65 Feuerwehrleute der Rheinfelder Wehr mit 15 Einsatzfahrzeugen und 55 Mitglieder der Evonik-Werksfeuerwehr mit acht  Einsatzfahrzeugen zur Firma Vogt Plastic eilten.

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