Rheinfelden Das Gesicht der Oberbadischen am Hochrhein sagt „tschüss!“

Mit lobenden Worten und einem Strauß Blumen verabschiedete Verlagsgeschäftsführer Martin Pförtner (links) unseren Redakteur Ulf Körbs in den verdienten Ruhestand. Foto: Tim Nagengast

Rheinfelden - Die Transformation vom Klebeumbruch zum digitalen Ganzseiten-Umbruch und den Sprung der Tageszeitung ins Internet hat er im Berufsalltag miterlebt. Zum Ende dieses Monats tritt Ulf Körbs in den verdienten Ruhestand.

Mit „kör“, wie er kürzelt, tritt ein Lokaljournalist von der schreiberischen Bühne ab, der nicht nur in Rheinfelden und Schwörstadt als Gesicht der Oberbadischen bekannt ist. Begonnen hatte er im Oktober 1989 in der kleinen MT-Redaktion in Zell im Wiesental, ehe Körbs nach Lörrach wechselte und die Betreuung der Kreisredaktion übernahm. Seit 2007 widmete sich der gebürtige Braunschweiger vorrangig den Geschehnissen in Rheinfelden, wo er lebt, und Schwörstadt mit Ortsteilen. Zeitweilig betreute Körbs auch die Magazine „Meine Region“ und „Spunk“.

Der ursprünglich geplanten feierlichen Verabschiedung des 65-Jährigen hat die Coronapandemie leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einen kleinen Empfang gab es dennoch. Martin Pförtner, Geschäftsführer des Verlagshauses Jaumann, ging in seiner Laudatio neben der Vita vor allem auf die technischen Fähigkeiten des Scheidenden ein. Körbs’ IT-Kenntnisse sowie allgemeines technisches Verständnis seien „Gold wert“ gewesen – sowohl bei der Umstellung der Hardware als auch bei der Einführung neuer Redaktionssysteme, lobte Pförtner. Da waren Ulf Körbs’ Rat und Expertise im Kollegenkreis bis zuletzt sehr gefragt.

„Sie waren ein ganz wichtiges Bindeglied zwischen unseren Lesern und dem Verlag und hinterlassen eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird“, gab Pförtner dem scheidenden Redakteur mit auf den Weg. Körbs habe in seinen 31 Jahren im Verlagshaus Jaumann „starken Einsatz“ gezeigt und sich „gigantisch engagiert“.

„Sie hinterlassen eine Lücke“, attestierte auch Chefredakteur Guido Neidinger, der Körbs für sein zuverlässiges Engagement dankte.

Ein Brief aus dem Rheinfelder Rathaus ist ebenfalls beim Verlag eingegangen. Darin dankt Oberbürgermeister Klaus Eberhardt unserem Redakteur für das „ausgesprochen hohe Maß an Verlässlichkeit“. Er selbst bedaure Körbs’ Ausscheiden sehr, schreibt Eberhardt

Der angehende Ruheständler selbst, der um seine eigene Person stets wenig Aufhebens machte, dankte seinen Redaktionskollegen für die gute Zeit miteinander. Er, den viele im Verlag aufgrund seines sauberen Hochdeutschs fälschlicherweise für einen „Fischkopp“ hielten, räumte abschließend augenzwinkernd ein, des Alemannischen inzwischen „wenigstens passiv mächtig“ geworden zu sein.

Lieber Ulf, genieß deinen Ruhestand! Du wirst uns fehlen. Als Kollege und ganz besonders auch als Mensch.

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