Rheinfelden Der Alemannen-Jet startet in Herten

Die Oberbadische, 12.02.2018 17:18 Uhr

„Narri-narrei am Grabbestei“, dieser närrische Schlachtruf bestimmte den Brauchtumsabend des Narrennests Herten in der voll besetzten Scheffelhalle.

Rheinfelden-Herten (mv). Neben dem Narrenvolk hatten sich auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Gattin, der stellvertretende Hertener Ortsvorsteher Matthias Reiske, die Degerfelder Ortsvorsteherin Karin Reichert-Moser sowie die Rheinfelder Zunftleitung eingefunden. Sie alle erlebten eine Bühnenshow, die immer wieder von Zugabe-Rufen begleitet wurde. Da wurde auch mit Tänzen, die Lachmuskeln trainierenden Sketchen unterhielt und einer Choreografie bezaubert, die erneut einzigartig war.

Dafür verantwortlich waren vor allem die Hertener Cliquen, die getreu dem Motto „Ziit vergoht, nur Gschichte bliibe, des isch warum mirs s’Läbe liebe“ lustige Bilder auf die Narrenbühne zauberten und die Gäste Tränen lachen ließen. Mit zu den vielen Höhepunkten zählten die Auftritte des Hertener Narrensamens, das Buurestückle mit den Grundmättler Buure Tom Kaltenbach und Fabian Klinzing. Aber auch „die zwei Putzwiiber“ mit Nadine Weber-Merkt und Marina Wenk, die vieles, auch Pikantes von ihren Ehemännern ausplauderten, wussten zu gefallen.

Daneben begeisterten die „drei Damen auf einem Kreuzfahrtschiff“ und die Fasnächtler auf Wanderschaft, gemimt von den Hertener Hexen und den Grundmättler Buure. Grandiose Tänze, so auch mit den Dilldappen und Hexen, der Kindertanz der Schlümpfe und das Kinderstückli „Flug ab Airport Herten mit dem Alemannen-Jet“ gehörten darüber hinaus zu den Höhepunkten des Brauchtumsabends 2018.

Mit Wehmut und Wehklagen wurde am Ende des närrischen Hochgenusses, Narrenvogt Arnulf Burger in den fasnächtlichen Ruhestand verabschiedet. Das Hertener Fasnachtsurgestein hatte bereits bei der letzten Generalversammlung verkündet nach 40-jährigem Fasnachtsengagement nicht mehr für das Amt des Narrenvogtes zu kandidieren. Ihm zu Ehren wurde eigens ein Lied von der langjährigen Weggefährtin Sabine Weibel komponiert, das dem sichtlich gerührten Narrenvogt aus allen Kehlen entgegenschallte.