Rheinfelden Ellen Haubrichs wechselt

Ellen Haubrichs hat bei den Freien Wählern eine neue politische Heimat gefunden. Foto: zVg

Rheinfelden - Politischer Paukenschlag in Eichsel: Das einstige Mitglied der Grünen-Gemeinderatsfraktion Ellen Haubrichs wird zur Schriftführerin der Freien Wähler (FW) Rheinfelden gewählt. Sie wird auch bei der Vereinigung bei der kommenden Kommunalwahl kaniddieren.

Wechsel schon vor einem Jahr

Der Wechsel fand aber in aller Stille schon vor rund einem Jahr statt, wie Haubrichs unserer Zeitung erklärt. Sie habe damals schon an der FW-Jahresversammlung teilgenommen und auch angefragt, ob sie auf deren Liste kanidieren könne. „Die Antwort war direkt positiv. Es war aber klar, dass dies zunächst nichts ändern würde im Rahmen des aktuellen Gemeinderates, weshalb ich mich dann im Jahr 2018 auch weiterhin alleine durchgeschlagen habe“, berichtet sie weiter.

Zu diesem Solistentum war es im Zuge des Kommunalwahlkampfes im Jahr 2014 gekommen. Haubrichs hatte in den Jahren 2004, 2009 und 2014 auf der Liste der Grünen kanididiert. Auch weil sie dafür kein Parteibuch brauchte, wie sie ausführt.

Auf eine solche Unabhängigkeit hat die aus Jülich Gebürtige stets Wert gelegt, auch während ihrer Zeit nach dem Ausscheiden aus der Fraktion im Zuge des 2014-er Wahlkampfes aus internen Streitigkeiten. Diese Spannungen, insbesondere mit dem Ehepaar Lohmann, halten immer noch an. Dennoch fühle sich im Gemeinderat insgesamt sehr wohl – trotz aller zeitweiligen Turbulenzen.

Mit diesem Hinweis spielt Haubrichs auch auf ihre Kontroversen im Rat wegen der Adelberg-Bebauung oder des Bauvorhabens an der Güterstraße an. In ihrer Stellungnahme betont sie aber, ein wirklich „nettes Verhältnis“ zu allen anderen Stadträten zu haben. Zudem mache es ihr auch – nach mittlerweile sieben Jahren – als Solistin Spaß, sich einzubringen, und habe „für meine Alleingänge viel Zuspruch von Bürgern erhalten“.

„Die Freien Wähler sind eine offene Fraktion“, reagierte Karin Reichert-Moser auf die Situation und meint auf Nachfrage unserer Zeitung: „Warum sollte sie nicht bei uns kandidieren, sie war ja schon in der Vergangenheit sehr engagiert.“ Allerdings müsse sie sich künftig auch an die fraktions-internen Absprachen halten.

Die Aufstellung der FW-Liste für die Kommunalwahl am 26. Mai soll laut Reichert-Moser am 13. Februar erfolgen.

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