Rheinfelden Fasnacht Bis zu 12 000 Narren säumen in beiden Rheinfelden die Umzugsstrecke

Uwe Thomes
Die Umzugsspitze auff der alten Rheinbrücke Foto: Uwe Thomes

Um 14.11 Uhr wurde am Sonntag in Rheinfelden/Schweiz mit der Aufstellung am Schützenweg der grenzüberschreitende Fasnachtsumzug gestartet – sicherlich ein, wenn nicht der Höhepunkt der fünften Jahreszeit im Raum Rheinfelden.

„Der liebe Gott“ muss Fasnächtler sein, möglicherweise sogar Mitglied in der Rheinfelder Narrenzunft oder Fasnachtsgesellschaft. Denn: Pünktlich zum Start hörte der Regen auf.

Angeführt von der Zunftleitung der Narrenzunft Badisch-Rheinfelden und der Fasnachtsgesellschaft CH-Rheinfelden als jeweiligen Dachverbänden zogen dann 78 Fasnachts-Cliquen, Gugge- und weitere Musikgruppen mit zehn Wagen durch die malerische Zähringer Altstadt vom Obertorplatz auf die Marktgasse sowie über die historische Rheinbrücke zum Friedrichsplatz und über eine Schlaufe vom Karlsplatz durch die alemannische Fasnachtsmeile zum Narrenbaum am Oberrheinplatz auf der deutschen Seite.

Die deutschen Gruppen

Mit von der Partie waren vorwiegend deutsche Gruppierungen, unter ihnen der 1826 gegründete Musikverein Nollingen als älteste davon sowie die erst im Jahr 2023 gegründete Clique der Wolfsgrabe Häxe als jüngste. Aber auch viele schweizerische Cliquen, teilweise von sehr weit her angereist (Zürich, Bern, Luzern, Fribourg), waren mit dabei. Ein Motto, das auch einige der Wagen zierte, waren die Klimakleber, die ganz offensichtlich unter den Narren nicht arg viele Freunde haben.

Ausreichend Verpflegung

Wiederum säumten von Oberzunftmeister Birlin geschätzte insgesamt 10 000 bis 12 000 große, aber auch viele kleine Narren den farbenfrohen närrischen Zug und begrüßten das „Narri Narro“ von dessen Teilnehmern mit einem lauten und vielfachen Echo.

Der Siegerwagen Foto: Uwe Thomes

Offiziell begrüßt wurde das fahrende und gehende Narrenvolk am Friedrichsplatz von Wilfried Markus, der als Ex-Oberzunftmeister die meisten Cliquen und ihre Mitglieder noch gut kannte. An der Umzugsstrecke gab es ausreichend Verpflegungsstände mit vielen flüssigen wie festen kulinarischen Genüssen; selbstverständlich hatten sich auch die an der Strecke liegenden gastronomischen Betriebe mit ihrem Angebot, aber häufig auch mit fasnächtlichem Schmuck oder persönlichem Outfit auf die Anforderungen dieses Tages gebührend vorbereitet.

Passend die Kehle befeuchten

So konnte bereits während, aber auch nach dem Umzug dem Durst der Fasnächtler rasche Abhilfe geschaffen werden – die am Sonntag herrschenden Temperaturen ließen so manchen Hästräger auf dem Marsch mit Tanzen und Musizieren ordentlich ins Schwitzen kommen. Das erforderte durchaus Kondition.

Die meisten Umzugsbesucher blieben nach Umzugsende in der närrischen Meile am Oberrheinplatz und in der Karl-Fürstenberg-Straße, wo bereits in der Nacht zuvor durchgefeiert wurde, und wohnten noch der abschließenden Wagenprämierung im Kastanienpark bei.

Hertener holen Preis

Den ersten Preis durften die Grundmättler Buure Herten für sich in Anspruch nehmen, auf Platz zwei folgten die Wurzelsepple Herten und Platz drei belegte das Narrennest Rheinfelden.

Andere Besucher zog es zurück in die Schweiz. Hier sorgten Guggemusiken auf den Straßen und eine Beizenfasnacht vielerorts für närrische Unterhaltung, bis dann um 18.11 Uhr die am Obertor aufgehängte Symbolfigur Frau Fasnacht bei der „Usbrüelete“ vom Obertorplatz zum Rhein gebracht und dort feierlich verbrannt wurde.

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