Rheinfelden Genossen sollen Reihen schließen

Kreisvorsitzender Paul Wasmer (links) ehrt beim Neujahrsempfang des Ortsvereins Dinkelberg/Minseln Michael Weber für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. Foto: Petra Wunderle

„Volles Haus, echt toll“, freute sich Eveline Klein, Ortsvorsteherin und Ortsvereinsvorsitzende der SPD Minseln/Dinkelberg. Der Ortsverein hatte traditionell am Dreikönigstag zum Neujahrsempfang in den Minseler Bürgersaal eingeladen.

Von Petra Wunderle

Rheinfelden-Minseln. Der offizielle Teil hatte als Grundpfeiler einen Rück- und Ausblick, Ansprachen und Vorstellung des neuen SPD Kalenders (wir berichten separat). Abschließend gab es noch einen geselligen Umtrunk.

Ehrung

Dabei erlangte die Veranstaltung 2020 eine Besonderheit: Genosse Michael Weber wurde durch den Kreisvorsitzenden Paul Wasmer für vier Jahrzehnte SPD-Mitgliedschaft geehrt. Wasmer gehört seit dem Jahr 2008 dem Ortsverein Dinkelberg an, er wohnt in Adelhausen. Der Ortsverein Minseln/Dinkelberg feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen, das wird laut Klein gefeiert.

Rückschau

In ihrem Rückblick kritisierte Eveline Klein die Politik auf Bundesebene: „Ich habe den Eindruck, dass der Parteivorstand in Berlin bisher in einer eigenen Blase lebte. In einem Raumschiff irgendwo im Orbit, das sich um sich selber dreht und jegliche Verbindung zur Bodenstation, zur Basis verloren hat. Die zweite Erkenntnis ist, wie sehr sich die SPD in sich selbst gespalten ist.“ Die Vorsitzende wünscht sich, dass alle wieder am gleichen Strang ziehen, und zwar in die gleiche Richtung.

Ausblick

Denn „das Jahr 2020 stehen auch für uns im Ortsverein neue Herausforderungen vor der Tür“, wie Klein weiß. Landtags- und Bundestagswahlen werfen ihre Schatten voraus, in Rheinfelden findet die Wahl des Oberbürgermeisters statt, in Minseln wird der Autobahn-Zubringer eröffnet. Erwartet wird das Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens zur A 98.5. Man wird sich weiterhin für die Einführung eines Bürgerbusses auf dem Dinkelberg und in Rheinfelden einsetzen. Und es wird Sorge getragen, dass sich Infrastruktur und Lebensqualität in den Dörfern verbessern.

Grußwort

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt zeigte sich in seinem Grußwort nicht ganz unzufrieden mit der politischen Situation und sagte: „Das politische Interesse hat wieder zugenommen, nur das hat der SPD nicht viel genutzt. Die SPD hat einiges auf den Weg gebracht, aber vielleicht nicht richtig verkauft. Der Partei spreche ich eine pragmatische Rolle nicht ab“. Eberhardt weiß, was die Menschen hier bewegt und nannte im Detail „Gesundheit“. Das Thema soll auf Kreisebene als Schwerpunktthema ausgebaut werden. Die Menschen hier sollen dazu aufgefordert werden, die Landschaft und die Stadt mit zu gestalten. „Das Interesse an unserer Landschaft, das macht uns stark. Diese Stärke wird auch hier auf dem Dinkelberg gefahren“, meinte der Oberbürgermeister.

Die Weltpolitik war auch ein Thema für den Kreisvorsitzenden Paul Wasmer, dabei verdeutlichte er: „Die SPD setzt sich ein für eine Welt, die friedlich und gerecht ist. Auf eine erfolgreiche Dekade.“

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