Rheinfelden Geschäfte stellen zufrieden

Die Führungsmannschaft ist auch stolz auf ihre Sparkassen-Apps (von links): Rainer Liebenow, André Marker, Klaus Schäuble, Sebastian Minges und Klaus Jost. Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Zufriedene Gesichter gab es gestern bei der Führungsmannschaft der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden für den Geschäftsbereich Rheinfelden: Auch in einem schwierigeren Umfeld konnte die Marktführerschaft weiter behauptet werden.

„Es war ein sehr gutes Einlagenjahr, ein gutes Kreditgeschäft und Dienstleistungsgeschäft und ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis“, fasste Vorstandsvorsitzender André Marker beim Jahrespressegespräch die Situation zusammen. „Es geht seit neun Jahren in Deutschland nur noch aufwärts“, beschrieb er die Situation. Die Bundesrepublik erfahre derzeit die längste Wachstumsphase der Nachkriegszeit. Allerdings zeitige die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auch negative Einflüsse auf die Geschäfte der Geldinstitute.

Einlagen und Wertpapiere

Dennoch konnte er auch feststellen: „Insbesondere im Privatkundengeschäft haben wir deutliche Zuwächse erzielen können, vor allem bei den Sichteinlagen.“ Dieser Bereich stieg im Rheinfelder Raum um mehr als sieben Prozent auf ein Volumen von 332 Millionen Euro. Und weil höhere Renditen nur noch mit Wertpapieren zu erwirtschaften sind, stieg dieser Bestand um 4,6 Millionen Euro allein in Rheinfelden an, trotz einer „negativen Börsenentwicklung“.

Elektronische Bank

Positiv dagegen entwickelte sich das elektronische Bankgeschäft – Online Banking – insbesondere auch durch die Zugänge per Handy, berichtete Vorstandsmitglied Rainer Liebenow. Mittlerweile haben 90 Prozent der Kundschaft eine Zugangsmöglichkeit.

Versicherungen

Zurückgegangen ist dagegen das Versicherungsgeschäft, wie Liebenow einräumen musste. Es fiel auf 3,6 Millionen Euro. Allerdings wurden hier neben Altersvorsorge auch Geldanlagen aus Renditegründen bei Versicherungen in einer Größenordnung von 1,7 Millionen Euro getätigt. Liebenow betonte, dass, obwohl die zu erwartenden Zinsgewinne derzeit relativ niedrig liegen, sei diese Anlagemöglichkeit auf Dauer nicht von der Hand zuweisen, zum einen als Altersabsicherung, zum anderen würde die Rendite auf lange Sicht auch wieder steigen.

Immobilien

Am Ende der Fahnenstange sah Vorstandsmitglied Klaus Jost die im Immobilienbereich erwartbaren Quadratmeterpreise. Sie liegen im Rheinfelder Bereich bei Neubauten mittlerweile zwischen 3500 und 4500 Euro, bei Bestandswohnungen zwischen 2300 und 3000 Euro. „Hier wurde die Belastungsgrenze erreicht, die wohl nicht mehr steigerbar ist“, meinte er. Einen Zusammenbruch wollte er aber nicht vorhersagen, allenfalls eine „Delle“.

Kredite

Beim Kreditgeschäft profitierte die Sparkasse im vergangenen Jahr auch von der Erschließung des Gewerbegebiets „Einhäge“ und der Erschließung bevorstehenden des Bereichs „Sengern“ in Herten, berichtete Jost. So gab sein Geldinstitut im Berichtszeitraum 15 Millionen Euro neue Kredite an Firmenkunden, im Privatkundengeschäft waren es 13 Millionen.

Bilanz und Überschuss

Für die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden konnte die Bilanzsumme um 5,5 Prozent auf 2744 Millionen Euro gesteigert werden, zeigte sich Vorstandsvorsitzender Marker ganz zufrieden. Da aber gleichzeitig nur geringe Zinserträge zu erwirtschaften waren, sank der Überschuss – die Zinsspanne – auf 1,6 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme (DBS). Hier sagte er voraus: „Durch die Zinspolitik der EZB wird die Zinsspanne auch in den nächsten Jahren weiter zurückgehen.“ Was auch bedeute, dass es für alle Kreditinstitute schwieriger wird, Erträge zu erwirtschaften.

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