Rheinfelden-Minseln - Die positiven Zahlen des Haushaltsplanentwurfs der Stadt Rheinfelden und die damit zusammenhängenden Auswirkungen für ihren Ortsteil haben auch die Ortschaftsräte von Minseln überzeugt. Sie stimmten in der öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates am Dienstag einstimmig dem Planwerk zu und freuten sich über eine Ertragslage, die so gut wie nie zuvor war, so die Äußerungen der im Ortschaftsrat vertretenen Fraktionen von SPD, CDU und Freien Wählern.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen für den Ortsteil Minseln zählen im Wesentlichen die Sanierung des unteren Bereichs der Bächlegasse, die mit 225 000 Euro zu Buche schlägt sowie der Hochwasserschutz in den Weihermatten, der mit 347 000 Euro veranschlagt wird. Weitere Posten betreffen die Erstellung eines Konzepts „Friedhof 2015“ mit 63 000 Euro, Bauarbeiten am Hugenweg (6  0000 Euro) sowie die Erneuerung des Sanitärbereiches und ein zweiter baulicher Rettungsweg für den Kindergarten St. Elisabeth mit insgesamt 90 000 Euro. Sehr erfreut zeigten sich alle Räte darüber, dass mit einem Aufwand in Höhe von 21 000 Euro auch die EDV für die Dinkelbergschule in Minseln und Eichsel auf den neuesten Stand gebracht werden soll.

Weitere Aufwendungen für den Ortsteil Minseln betreffen den Betriebszweig Wasserversorgung mit dem Bau eines Hochbehälters (924 000 Euro), den Neubau und die Sanierung des Leitungsnetzes mit 245 000 und 60 000 Euro sowie die Erschließung im Neubaugebiet Weihermatten, die im Haushaltsplanentwurf mit 80 000 Euro zu Buche schlägt.

Kein Verständnis zeigten die Minsler Ortschaftsräte dafür, dass im Haushaltsplanentwurf keinerlei Mittel für eine Parkplatzerweiterung und die Zuwege am Friedhof und der Kirche enthalten sind. Nach Angaben von Ortsvorsteherin Eveline Klein sah jedoch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt dafür keine Priorität. Missmutig reagierten die Fraktionen auch wegen der fehlenden Mittel für eine Sanierung des Randstreifens an der Verbindungsstraße Minseln-Karsau, während Hoffnung geäußert wurde, dass die Außenanlagen der Dinkelbergschule aus laufenden Mitteln wie vereinbart neu gestaltet werden können.

Kontrovers debattiert wurde darüber hinaus eine Verlegung der Martin-Luther-Straße, die teilweise über den Vorplatz der Halle führt. Während die SPD für eine Verlegung plädierte, fragte sich Egon Lützelschwab für die Freien Wähler, ob der Verlauf der Straße so überhaupt noch notwendig sei. Für entsprechende Arbeiten sind im Haushaltsplanentwurf bislang keine Mittel eingestellt.