Rheinfelden-Herten Bedrückender Besuch in Natzweiler

pm
Angehende Heilerziehungspfleger stehen vor den Toren des Konzentrationslagers Natzweiler im Elsass. Der Exkursionsbesuch fand im Rahmen der Ausbildung an der Theresia-Scherer-Schule des St. Josefshauses Herten statt. Foto: zVg/St.Josefshaus

Auszubildende der Heilerziehungspflege haben das Konzentrationslager Natzweiler besucht.

Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchten Auszubildende der Heilerziehungspflege an der Theresia-Scherer-Schule das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass. Die Exkursion markierte den Höhepunkt einer intensiven Auseinandersetzung über den Nationalsozialismus und das Dritte Reich, die im Rahmen mehrerer Unterrichtseinheiten stattgefunden hatte.

Die angehenden Heilerziehungspfleger zeigten sich tief berührt von den Führungen durch die erhaltenen Gebäude und Anlagen des Lagers, wie das St. Josefshaus in einer Pressemitteilung schreibt. Sie erfuhren von den unmenschlichen Lebensbedingungen der Häftlinge, den grausamen medizinischen Experimenten und der systematischen Vernichtung von Menschen durch die Nationalsozialisten.

„Es ist wichtig, dass wir uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten“, erklärte der Leiter der Schule, Timo Winkler. „Gerade für uns als Heilerziehungspfleger ist es wichtig, zu verstehen, wie menschenverachtend Ideologien wie der Nationalsozialismus sein können.“

Heilerziehungspfleger haben einen ganz besonderen Bezug zu den Gräueltaten der Nationalsozialisten, da im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie-Aktion T4“ systematisch Menschen mit Behinderungen ermordet wurden. Diese gezielte Vernichtung von Menschen, die während des Nationalsozialismus als „unwert“ diffamiert wurden, markiert einen tiefgreifenden Einschnitt in der Geschichte der Behindertenhilfe und prägt die ethische sowie moralische Verantwortung dieser Berufsgruppe nachhaltig.

Der Besuch des Konzentrationslagers Natzweiler sollte dazu beitragen, die Empathie und Toleranz der Auszubildenden zu fördern. Sie lernten, wie wichtig es ist, sich für die Würde und die Rechte aller Menschen einzusetzen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität.

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