Rheinfelden Hochrheinbahn ist im Zeitplan

Uwe Thomes
In vier Jahren sollen auf der Hochrheinbahn nur noch elektrische Züge verkehren. Foto: Tim Nagengast

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 soll die bis dann erweiterte und modernisierte Hochrheinbahn zwischen Badischer Bahnhof Basel und Erzingen vollumfänglich elektrifiziert sein und der elektrische Zugbetrieb aufgenommen werden können. Momentan sei alles im Zeitplan, heißt es von allen beteiligten Seiten.

„Das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 2, welcher die Gemeinden Grenzach-Wyhlen, Rheinfelden und Schwörstadt umfasst, wird bis Ende 2023 abgeschlossen sein“, erklärte Tobias Obert, Amtsleiter Straßen und Tiefbau, bei der Sitzung des Rheinfelder Bau- und Umweltausschusses am Dienstagabend. Von Seiten der Deutschen Bahn heißt es, dass ab 2024 die erforderlichen Umweltmaßnahmen realisiert und die Bauaufträge vergeben werden sollen. Mit dem Beginn der Bauarbeiten sei ab Oktober 2025 zu rechnen. Die Gesamtkosten für den Umbau der 75 km langen Bahnstrecke werden mit 433,8 Millionen Euro angegeben. Was bedeutet dies nun für Rheinfelden, wo mit Warmbach ein neuer Haltepunkt entstehen soll?

549 400 Euro wurden von der Gemeinde bis dato für die Leistungsphasen eins bis vier des Projekts ausgegeben. Obert bezifferte die weiteren in den Leistungsphasen fünf bis neun anfallenden Kosten für den Aus- und Umbau der Stationen in Beuggen, Rheinfelden und Herten – beinhaltend den barrierefreien Ausbau und betriebliche Anpassungen dort – sowie für den Neubau in Warmbach mit 15 Millionen Euro. Die Maßnahme wird ab 2025 mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. Der Landkreis übernimmt die Kosten für den betrieblichen Ausbau, sodass die Stadt Rheinfelden noch einen Kostenanteil von voraussichtlich knapp unter zwei Millionen Euro selbst tragen muss.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Strecke auch für die Schweiz beteiligt sich jedoch der Schweizer Bund mit 50 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm an den gesamten Baumaßnahmen, wobei der auf den Landkreis Lörrach entfallende und anteilig auf die drei Gemeinden zu verteilende Anteil etwa zehn Millionen betragen dürfte. Obert rechnet mit 1,5 Millionen davon für Rheinfelden. Die dann noch verbleibenden Mittel – inklusive Puffer total knapp 500 000 EUR – sind im Rheinfelder Haushaltsplan, verteilt auf die Jahre 2025 bis 2028, bereits eingestellt.

Schweiz stellt Bedingungen

Die Fördermittel aus der Schweiz sind übrigens mit der Bedingung verknüpft an ein Zugprogramm, welches eine Ausweitung der Verbindung mit einem besseren Takt vorsieht – für die DB gerade auf der von Zugausfällen und -verspätungen besonders betroffenen Hochrheinstrecke eine Herausforderung.

Flüssige Verhandlungen

Bezüglich der vom Landkreis zu übernehmenden Leistungen wird es noch einen Vertrag geben zwischen der Stadt Rheinfelden und dem Landkreis, welcher in der Dezembersitzung des Kreistags beschlossen werden soll. „Die bisherigen Verhandlungen liefen sehr zufriedenstellend“, bilanzierte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.

Allerdings sind in diesem Kostenplan noch notwendige Anpassungen der Infrastruktur speziell in Warmbach (Straße, Parkplätze, Radabstellplätze, eventuell zusätzliche Bushaltestelle) nicht enthalten. Eine Studie geht Kosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus, welche jedoch von der Agglo Basel mit über 300 000 Euro bezuschusst werden sollen. Näheres dazu lässt sich aber erst sagen, wenn der Bebauungsplan für die Warmbacher Haltestelle steht. Der Antrag der Stadtverwaltung wurde in diesem Gremium einstimmig beschlossen.

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