Rheinfelden Im St. Josefshaus stehen Umzüge an

Aufmerksam verfolgten die Gäste die Ausführungen zur Zukunft des St. Josefshauses. Foto: Rolf Reißmann

Rheinfelden-Herten - Wieder einmal stehen Umzüge im St. Josefshaus in Herten bevor. In wenigen Wochen wird das inklusive Wohnhaus an der Burgfeldstraße fertiggestellt, dann ziehen die Bewohner aus dem großen Bernhardhaus ein. Das große gelbe Gebäude an der Hauptstraße wird in absehbarer Zeit abgerissen, denn sein Zustand ist nicht gut, und mit seiner Struktur lässt sich die neue Landesheimbauverordnung nicht durchsetzen.

Der Neubau an der Burgfeldstraße wird auch in anderer Hinsicht eine Neuheit sein, denn das Obergeschoss steht dem freien Wohnungsmarkt offen, so soll das gesammte Haus inklusiv bewohnt werden. Als kürzlich Gemeinderäte und Kandidaten der CDU zu einem Informationsgespräch ins St. Josefshaus kamen, beschrieb Geschäftsführerin Birgit Ackermann die anstehenden Strukturänderungen. Erst vor wenigen Wochen wurde der bisherige Komplex der Hauswerkstätten geräumt, auch dort werden Wohngebäude errichtet, in die dann weitere Bewohner des Bernhardhauses umziehen.

„Aber wir haben wohl die emotionale Wirkung etwas unterschätzt, als der bisherige Komplex geräumt wurde, denn dort hatten viele Bewohner ihren Treff für die Freizeitbeschäftigung“, beschrieb sie. „An der alten Kegelbahn hingen sie wohl doch mehr, als wir angenommen hatten.“ Dennoch wird es für sie Ersatz und somit eine neuen Aufenthaltsort geben.

Neue Regelungen nannte Ackermann auch für Therapie und Beschäftigung. So werden etliche Bewohner künftig in selbständigere Wohnformen umziehen, mitunter in andere Orte. Dennoch, so versicherte sie, bleibe Herten der wichtige Standort des St. Josefshauses. Dies, weil alle diese Leistungen sowie die Werkstatt für behinderte Menschen nach wie vor hier angesiedelt sind.

Finanzen gesichert

Geschäftsführer Christoph Dürdoth sprach über die Finanzierung. Das werde in den kommenden Jahren eine anstrengende Zeit für das St. Josefshaus, aber die Gelder seien vorhanden, zumal auch für einige Teile Förderung zu erwarten ist. Mit mehr als 1000 Arbeitsplätzen an zahlreichen Standorten in der Stadt bleibe die Einrichtung größter Arbeitgeber in Rheinfelden. Mit großem Interesse erkundigten sich die Gäste nach weiteren Einzelheiten. Ob die Kommunalpolitik dem Haus ausreichend Unterstützung gebe, wollte Stephanie Müller wissen. „Dies auf jeden Fall“, versicherte Birgit Ackermann, „aber viele Entscheidungen treffen nicht die Stadt und den Kreis, sondern das Land.“

Dieter Meier erkundigte sich danach, ob die zahlreichen kleine Wohneinheiten nicht komplizierter zu führen wären als das große Bernhardhaus. Da jede Wohneinheit in sich mehr oder minder als geschlossene Gruppe arbeite, bestehen auch jetzt schon relativ wenige Verbindungen im Alltagsbetrieb nach außen, insofern komme es auch nicht zu Synergieeffekten eines großen Hauses. Wichtig sei vor allem, meinte Ackermann, die Mitarbeiter und die Bewohner in die Gestaltung der neuen Häuser einzubeziehen.

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