Rheinfelden KKH wird Geriatrie-Zentrum

Stellten die Neuausrichtung am Kreiskrankenhaus Rheinfelden vor (von links): Deborah Zabel (Leitung Physiotherapie), Till Eßlinger (Chefarzt orthopädische Chirurgie), Kathrin Knelange (Geschäftsführung Pflege), Albrecht Kühnle (Chefarzt der neuen Klinik für Innere Medizin und Altersmedizin) und Jeanette Reimann (Bereichsleitung Pflege). Foto: Rolf Rombach

Nach vielen Online-Terminen in den vergangenen Monaten freute sich Bernhard Hoch, Geschäftsführer Medizin der Lörracher Kreiskliniken, am Dienstag die Neuausrichtung der Rheinfelder Klinik im persönlichen Pressegespräch verkünden zu dürfen. Für den in den Ruhestand gehenden Chefarzt der Inneren Medizin des KKH-Standorts Rheinfelden, Udo Schwehr, wurde mit Albrecht Kühnle eine optimale interne Nachfolgelösung gefunden.

Rheinfelden (rom). Ab dem 1. Oktober fusionieren die beiden bisher selbständigen Abteilungen unter dem Namen „Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Altersmedizin“. Damit sollen Synergieeffekte vielfältig genutzt werden. Neben der Pflege und der Physiotherapie kann durch Kühnles Lehrerlaubnis auch im ärztlichen Bereich die dreijährige fachpraktische Ausbildung für Mediziner am Standort Rheinfelden erfolgen, wie es im Rahmen des Pressegesprächs hieß.

Vier Oberarztstellen

Dazu sind vier Oberarztstellen vorgesehen, wovon derzeit zwei besetzt sind und eine dritte Position über den Oktober besetzt werden wird. Aktuell sind elf Ärzte in Ausbildung im Bereich der Inneren Abteilung tätig. „Die Geriatrie benötigt die Innere Medizin zur Diagnostik“, erläuterte Kühnle die Hintergründe. Alle Basisuntersuchungen wie Darm- und Magenspiegelung sowie Ultraschalldiagnostik können im Kreiskrankenhaus Rheinfelden durchgeführt werden.

Die aktuell zehn Betten der Altersmedizin sollen bis zum Jahresende auf 20 Betten aufgestockt werden, später auf 30. Damit soll Rheinfelden die Schwerpunktbehandlung übernehmen. Das alles wiederum erhöhe die berufliche Attraktivität des Standorts. Bisher verteilten sich die Patienten auf die drei Kliniken in Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim.

Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung (GFK), welche künftig gänzlich im Fokus stünde, verfolgt einen ganzheitlich therapeutischen Ansatz über die einzelnen Disziplinen hinaus. Pflegedirektorin Kathrin Knelange ergänzte hierzu, dass durch Überlappungen der Früh- und Spätschicht die Pflege am Patientenbett die Fallübergabe mache und mit den Patienten zusammen weitere Ziele bespreche.

Wie Deborah Zabel (Leiterin der Physiotherapie) im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte, gehöre zu dem interdisziplinären Angebot insbesondere auch die ambulante Fortführung der in der Klinik begonnenen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Regelversorgung bleibt

Bernhard Hoch betonte, dass trotz der Aussicht auf die Fertigstellung des Zentralklinikums weiterhin Anstrengungen unternommen werden, baulich auf dem aktuellen Stand zu sein. Nach dem Umbau der Notaufnahme folge als Nächstes der Umzug der Überwachungsstation. „Die Regelversorgung für die Region bleibt bestehen“, beruhigte Albrecht Kühnle.

Schwerpunkt Orthopädie

Ergänzt wird das Angebot am Standort Rheinfelden mit einer Renaissance der chirurgischen Abteilung, allen voran der Fachrichtung Orthopädie. Chefarzt Till Eßlinger berichtete, dass mit Andreas Köppen-Castrop und dem ehemaligen Rheinfelder Chefarzt Wolfgang Birkner zwei namhafte Kollegen das Team unterstützen werden.

Einen Namen machen

Ferner habe man am Standort Rheinfelden seit April die Zulassung zur Behandlung von Arbeitsunfällen, was bisher nur in Lörrach möglich war. „Wir wollen uns orthopädisch wieder einen Namen machen. Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg“, freute sich Eßlinger.

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