Rheinfelden Mehr Platz für Hund und Katz

Hannelore Nuß, Vorsitzende des Tierschutzvereins, liebt alle Tiere – und die lieben auch sie. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Dass sie ein Herz für Tiere haben, beweisen Hannelore Nuß und ihr Team vom Tierschutzverein tagtäglich – und das seit vielen Jahren. Das schließt natürlich auch den Platz für Tiere in der Not oder in Ermangelung eines angemessenen Zuhauses mit ein.

Froh sind die Tierschützer zwar, dass auch ein Tierheim seit den 1990er Jahren zur Infrastruktur der Stadt gehört. Die Einrichtung am Staffelweg ist aber schon längst an ihre Grenzen gestoßen, und es braucht dringend mehr Möglichkeiten. Jetzt hat der Verein eine Initiative mit speziellen Projekten und Plänen gestartet.

Dass es aktuell die Corona-Pandemie dem Helferteam nicht gerade leicht macht, hält die Tierschützer nicht davon ab, alles zum Schutz von Tieren und deren Wohlergehen zu tun, was möglich und leistbar ist. Gerade in diesen Zeiten hat der Verein gleich eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um weitere Verbesserungen für die Tiere zu schaffen. „Die Tiere haben es verdient, sie brauchen unsere Hilfe“, bringt es Vereinsvorsitzende Hannelore Nuß auf einen kurzen Nenner. Sie schätzt sich glücklich, dass sie dabei auf die ehrenamtliche Hilfe von etlichen Tierschützern zählen kann.

So ist eine Erweiterung der Bereiche für Hunde und Hauskatzen geplant, vor allem auch deren Außenbereiche. Denn in der Pandemie wurden noch mehr Tiere als in sonstigen Zeiten abgegeben, aus den verschiedensten Gründen, stellt Nuß fest.

Aktuell beherbergt das Tierheim zwölf Hunde und etwa 25 Katzen. Da die Einrichtung geschlossen ist, können auch keine Tiere vermittelt werden. Ohnehin legt der Verein Wert darauf, dass ein Tier wirklich nur in gute Hände kommt und nicht einfach nur irgendwie vermittelt wird.

Auch an verwilderte Katzen, also an die, die ausgesetzt wurden oder entlaufen sind, sowie an deren Nachkommen wird gedacht. Neben einem bereits vorhandenen Schuppen wird ein Gehege mit einem hölzernen Häuschen hergerichtet, versehen mit Katzentreppe und Schlaf- und Liegeplätzen. In mehreren größer angelegten Aktionen wurden die Tiere kastriert und sterilisiert und auch für Futter und ärztliche Hilfe weiterhin gesorgt.

Hilfe und Unterschlupf brauchen aber auch Nagetiere. Für sie soll demnächst eine Gartenhütte hinter dem Tierheim realisiert werden.

Und zu guter Letzt plant der Verein auch noch ein Taubenhaus. „Egal, wie man über diese Tiere denkt, es sind auch Lebewesen“, macht Nuß deutlich. Gegenwärtig sei man mit dem Amt für öffentliche Ordnung und auch mit den Technischen Diensten im Gespräch, wo und wie ein solches Projekt entstehen könnte. Klar sei dabei natürlich, dass die Population in Grenzen gehalten werden muss.

Das kann zum Beispiel in der Art erfolgen, dass man den Tieren die echten Eier wegnimmt und dafür künstliche Eier in die Nester legt. „Vielleicht bekommen wir ein solches Projekt bis zum Sommer hin“, hofft die Vorsitzende. Froh ist sie aber schon mal, dass bereits ein kleines ehrenamtliches Team da ist, um sich um das Taubenhaus zu kümmern.

Infos bei Hannelore Nuß,  E-Mail hannelore.nuss@t-online.de oder Tel. 07623/2536

Der Klassiker ist wieder da: Lesen Sie das ePaper bis zum Jahresende für nur 89 Euro! Gleich HIER anfordern.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Angela Merkel

Die Kanzlerfrage beschäftigt die Union. Wer wäre Ihrer Ansicht nach der bessere Kanzlerkandidat: Armin Laschet oder Markus Söder?

Ergebnis anzeigen
loading