Rheinfelden Mit den Menschen in Rheinfelden direkt diskutieren

pd/tn
Das Kreiskrankenhaus in Rheinfelden könnte noch vor der Inbetriebnahme des neuen Zentralklinikums geschlossen werden. Foto: Tim Nagengast

Die IG für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Rheinfelden fordert eine Informationsveranstaltung zu einer möglichen vorzeitigen Schließung des Krankenhausstandortes Rheinfelden. Und zwar in Rheinfelden selbst. Dies habe Landrätin Marion Dammann im August zugesichert, heißt es in einem Schreiben der IG.

Erst vor wenigen Tagen hatte die IG für den Erhalt des Kreiskrankenhauses (KKH) Rheinfelden unter Vorsitz des Mediziners Udo Schwehr in einem anderen Schreiben gefordert, die medizinische Versorgung in Rheinfelden sicherzustellen. Dabei sollte der Fokus auf drei Bereiche gelegt werden: die stationäre Versorgung, den notärztlichen Rettungsdienst und die ambulante Versorgung (wir berichteten ausführlich).

In einem weiteren Brief an die Landrätin – zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kreiskliniken – ruft die IG nun nach einer Informationsveranstaltung zur Situation der Kreiskliniken. Diese Veranstaltung müsse aber auch in Rheinfelden stattfinden, betont die IG.

„Große Verunsicherung“

Die im August aufs Tapet gebrachte mögliche vorzeitige Schließung des Rheinfelder Krankenhauses, gepaart mit der Option einer zusätzlichen Schließung des Hauses in Schopfheim, sorgten für eine immer größere Verunsicherung der Menschen, schreibt Udo Schwehr im Namen der IG. Die Betroffenheit bei den Bürger in Rheinfelden selbst sowie am Hochrhein sei groß, hält er fest. Dies insbesondere bezüglich der ärztlichen Notversorgung. „In bisherigen Verlautbarungen wurde seitens der Kliniken immer wieder ausgeführt, dass vor Ort die erforderlichen Informationen zur möglichen Schließung des Krankenhausstandortes Rheinfelden gegeben würden“, heißt es in dem Brief an die Landrätin.

Für den 17. Oktober ist nunmehr eine Veranstaltung in Maulburg angesetzt. Dies, so mutmaßt die IG, sei aber offensichtlich auch dem Gedanken geschuldet, die Schopfheimer Bevölkerung einzubeziehen. Für die betroffenen Menschen in Rheinfelden sei dies jedoch keine glückliche Option. „Einerseits steht die Zusage im Raum, vor Ort eine Information zu geben, andererseits sind die Wegebeziehungen nach Maulburg für einen großen Teil der Bevölkerung am Abend nicht gerade komfortabel“, schreibt Udo Schwehr.

IG ruft nach Transparenz

Er ergänzt: „Wir als Interessengemeinschaft halten es daher für notwendig, die Zusage einzulösen und einen weiteren Informationstermin in Rheinfelden anzuberaumen.“ Die Rheinfelder IG wolle daran erinnern, dass es seinerzeit bei der Teilschließungsvariante des Krankenhauses Schopfheim eine direkte Information vor Ort für die Öffentlichkeit gegeben hat. „Im Sinne der Transparenz halten wir es für geradezu angezeigt, sich mit den Argumenten und Befürchtungen der Betroffenen vor Ort auseinanderzusetzen. Das wird nach unserer Einschätzung in Maulburg nur bedingt gelingen“, heißt es weiter in dem Brief der Interessengemeinschaft für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Rheinfelden an Dammann. Dies wäre aus ihrer Sicht „ein richtiges Zeichen, dem Informationsbedürfnis in Rheinfelden mit einer eigenen Veranstaltung zu entsprechen“. Die IG bietet dem Landkreis an, bei der Suche nach einem für die Veranstaltung nötigen Raum behilflich zu sein.

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