Rheinfelden Neue Sportstätte: Dioxinfunde verzögern Baubeginn

Rheinfelden - Der große Moment für den FSV Rheinfelden, dem Fußballstadtverein, der 2012 aus dem SC und dem VfR Rheinfelden hervorging, rückt näher. Vorsitzender Patrick Da Rugna hofft, dass im März oder spätestens Anfang April der erste Spatenstich für die neue Sportstätte gefeiert werden kann.

Bekanntlich plant der Verein in Warmbach sein neues Domizil mit zwei Sportplätzen und modernem Vereinsheim nebst Tribüne. Die Stadt unterstützt den seit knapp drei Jahren diskutierte Umzug von der Richterwiese an den Standort neben der Hans-Thoma-Schule mit 1,2 Millionen Euro.

Allerdings: Ob der Spatenstich tatsächlich im März schon erfolge kann, lässt Oberbürgermeister Klaus Eberhardt noch offen. Natürlich sei auch die Stadt an einem schnellen Bau und dem Umzug des FSV interessiert. Allein schon wegen der Zuschusszusage des Badischen Sportbundes sei eine gewisse Eile geboten. „Aktuell gibt es dabei noch Einiges abzuarbeiten“, betont der Verwaltungschef. Noch fehlen Lärm- und Umweltgutachten.

Lärm ist kein Problem, Dafür aber die Erdbelastung

In Sachen Lärm sieht der Rathauschef wohl eher keine Probleme, zumal ja das Gelände schon früher als Sportplatz genutzt wurde. Im Sinn hat er aber zum einen die aus Sicht des Naturschutzes zu erfüllenden Bedingungen. Dazu soll es in den kommenden Wochen nochmals eine Begehung des Areals geben. Drängender ist zum anderen die Thematik mit belastetem Erdreich. Bei Voruntersuchungen wurden mehrere Erdhügel gefunden, in denen Dioxin-belastetes Material in früheren Zeiten abgelagert worden war, und zwar dies im Bereich des alten Vereinsheims, das ja abgerissen werden soll. „Und das Erdreich muss natürlich entsorgt werden – und das kostet eine Stange Geld“, erklärt Eberhardt. Selbstverständlich kommt die Stadt als Eigentümer des Grundstücks für die Kosten der Entsorgung auf. Noch gibt es aber Etliches abzuklären, sodass ein Termin für den Spatenstich noch nicht genannt werden kann.

Grundsätzlich sagt der OB aber, dass der FSV genau noch zum richtigen Zeitpunkt das Thema Umzug und größeren Investitionen angegangen sei. Im vergangenen Jahr fiel es Stadt und Gemeinderat daher relativ leicht, dem Verein den Zuschuss von 1,2 Millionen zu gewähren. „Aktuell wäre das alles sehr viel schwieriger und kaum noch darstellbar“, weiß Eberhardt.

Ungeachtet dessen arbeitet man beim FSV auf den großen Tag des Baustarts hin. Anfang dieser Woche stehen nochmals Gespräche mit dem Hauptamt und den Technischen Diensten an. „Ich sehne den Tag der Baugenehmigung herbei“, sagt Vorsitzender Patrick Da Rugna.

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