Rheinfelden Nollingen verfasst „Agenda 24“

Der Stadtteilbeirat Nollingen möchte den dörflichen Charakter der Rheinfelder Muttergemeinde erhalten. Foto: Petra Wunderle

Rheinfelden - Der Nollinger Stadtteilbeirat, damals noch „Ausschuss für Nollinger Angelegenheiten“, hat bereits im Jahr 2015 eine Agenda als Leitlinie initiiert. Diese Agenda wird jetzt fortgeschrieben und Anfang März in Kraft gesetzt.

„Die Agenda 24 ist das Dokument, welches beschreibt, was wir in dieser Zeit noch erreichen wollen“, brachte es Rainer Vierbaum, Sprecher des Stadtteilbeirates Nollingen auf den Punkt. In diesem neu entworfenen drei Seiten-Werk ist festgehalten, wo Nollingen heute steht und wohin es sich in den nächsten Jahren hin entwickeln und erreicht werden soll. In der „Agenda 24“ gibt es mehrere Handlungsfelder: Bewohner, Bau und Infrastruktur pflegen und ausbauen sowie Herausforderungen der Zeit annehmen und an positiven Entwicklungen teilhaben. „Uns ist es sehr wichtig, dass sich die Bürger hier in Nollingen wohlfühlen“, hielt Vierbaum fest und sprach von konkreten Maßnahmen, wie eine Dorfputzete Anfang März, wo mit einem kleinen Team in Nollingen Müll eingesammelt wird. Dazu meinte Christel Kessler: „Wir könnten zur Unterstützung die Vereine anschreiben.“

Erhalt der Grünzonen und des historischen Ortsbildes, verträgliche Nachverdichtung, Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes sowie der Dauerbrenner Parkierungskonzept gehören zur Bau- und Infrastruktur. Zum den aktuellen Herausforderungen verdeutlichte Rainer Vierbaum: „Wir müssen aufpassen, dass wir bei anstehenden Entwicklungen nicht abgehängt werden. Dass die Wohn- und Lebensqualität erhalten und ausgebaut wird. Konkrete Maßnahmen werden noch klar formuliert.“

Sechs Bürger nehmen an der Sitzung teil

Während dieser jüngsten öffentlichen Stadtteilbeiratssitzung nahmen insgesamt sechs interessierte Bürger teil. Ein Mann attestierte dem Gremium: „Das sind tolle Vorschläge für die Agenda 24.“ Eine betagte Dame formulierte ihr Anliegen deutlich: „Wir haben in Nollingen keine Sparkassenfiliale mehr. Gibt es die Möglichkeit, einen Briefkasten aufzustellen, wo man seine Überweisungen und sonstige Korrespondenz einwerfen kann?“ Beiratssprecher Vierbaum zeigte Verständnis: „Ich kann das nachvollziehen und werde das Anliegen an die Sparkasse weitergeben. Allerdings geht der Trend immer mehr zum Onlinebanking“.

Bei einer Ortsbegehung wurde beschlossen, dass hinter die Dorfschmiede – vor dem Fahrradständer – eine Sitzbank installiert wird. „Das ist eine Stelle, wo man dann in beide Richtungen einsehen kann“, erläuterte Vierbaum und gab weiter bekannt, dass „Tempo 30“ zwischen der Esso-Tankstelle und Hieber (Untere Dorfstraße) laut Ordnungsamt rein rechtlich nicht möglich ist. Zu starkem Auto-Gedränge kommt es auf dem Parkplatz bei der Hebelhalle. Zu Spitzenzeiten – 12.15 Uhr, wenn die Eltern ihre Schul- und Kindergartenkinder abholen – wird das auch als Gefährdung gesehen.

Entschärfung stellt sich schwierig dar

Viele Möglichkeiten für eine Entschärfung gibt es nicht, zwei Maßnahmen sind mit Verwaltung, Schule und Kindergarten vereinbart: Büsche und Sträucher werden zur besseren Sicht gestutzt, und es wird ein zweites Schild „Achtung Kinder“ aufgestellt.

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