Rheinfelden Orientierungshilfe für die Eltern

Eine neue Konzeption für die vier städtischen Kindertagesstätten soll für einen weiteren Qualitätsschub sorgen: (v.l.) Cornelia Rösner (vorne), Kerstin Jüngerkes, Annette Sigmund, Nicole Kolacek, Sabine Krell, Doris Cimander, Armin Zimmermann und Diana Stöcker (vorne). Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Kinder- und Familienfreundlichkeit hat sich die Stadt schon lange auf die Fahnen geschrieben und punktet mit zahlreichen Qualitätsmerkmalen. Nun kommt ein weiteres dazu: die Rahmenkonzeption der kommunalen Kindertageseinrichtungen.

Sie beinhaltet zusätzlich die Eingewöhnungskonzeption in städtischen Kindertageseinrichtungen. Geschaffen wurden die Richtlinien für die vier Kitas in städtischer Trägerschaft: Bienenkorb, Kunterbunt, Sonnenschein und Kinderhaus Osypka.

Die von der katholischen und von der evangelischen Kirche betriebenen weiteren 13 Häuser haben ebenfalls ihre Leitlinien und Standards. „Wo katholisch draufsteht, ist natürlich auch katholisch drin, und wo evangelisch draufsteht, auch evangelisch“, machte Cornelia Rösner, Leiterin des Amtes für Familien, Jugend und Senioren, deutlich.

„Es ist der vorläufige Höhepunkt im Bemühen um einheitliche Qualitätsstandards in unseren Kitas“, freute sich Bürgermeisterin Diana Stöcker bei der gestrigen Vorstellung der Konzeption und der beiden druckfrischen Leitfäden. Die Broschüren werden an alle (werdenden) Eltern und Erzieher sowie alle, die das Thema interessiert, verteilt. Zudem liegen die Broschüren an den bekannten Stellen öffentlich aus.

Nachdem seit dem Jahr 2002 rund 6,3 Millionen Euro in Neubauten und Sanierungen in den Kitas investiert wurde, habe zuletzt der Schwerpunkt in der Verbesserung der Qualität der pädagogischen Angebote gelegen. Die neue Konzeption gebe künftig nicht nur den Eltern die Sicherheit und Gewährleistung an die Hand, was diese von der Einrichtung erwarten können, wohin sie ihr Kind bringen. „Letztlich ist es aber auch eine gute Orientierung für Erzieherinnen und die Kita-Leitung und hilft damit beim Problem des aktuellen Fachkräftemangels“, ist sich die Bürgermeisterin sicher.

Bei der neuen Kita-Konzeption handelt es sich im Übrigen um die letzte wichtige Konzeption unter der Leitung und Federführung von Cornelia Rösner, die übermorgen, Freitag, in den Ruhestand verabschiedet wird. „Es war eine tolle Gemeinschaftsleistung“, stellte sie das Zutun zahlreicher Akteure an dem einheitlichen Konzept heraus. Natürlich sei es ihr wichtig, dass dieser einheitliche Leitfaden zum Ende ihrer Dienstzeit fertig geworden ist. Mit diesem Leitfaden nehme die Stadt landkreisweit eine Art Vorreiterrolle ein. „Viel wichtiger ist es mir aber, dass hier etwas geschaffen wurde, das die Arbeit der Mitarbeiterinnen in den Kitas wertschätzt“, sagte Rösner.

In der Tat: Vor dem Hintergrund, dass die ersten Jahre eines Kindes die wichtigsten in seiner Entwicklung sind, wurden jetzt mit der Konzeption ein Handlungsrahmen und eine Orientierungshilfe geschaffen, die alle wichtigen Felder rund die Einrichtung Kita abdecken. Das Werk orientiert sich – neben den gesetzlichen Vorgaben – am Berliner Eingewöhnungsmodell für Krippen und Tagespflege und stellt die Bildungs- und Entwicklungsfelder Körper, Sprache, Sinne, Denken, Gefühl/Mitgefühl sowie Sinn/Werte/Religion in den Fokus. Ganz wichtig ist auch, dass die Eltern eingebunden sind. „Es ist wichtig, dass an einem Strang gezogen wird“, sind sich die Beteiligten einig.

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