Rheinfelden Rekordgewinn der Wohnbau

Als Juwel für die Stadt Rheinfelden wurde die Wohnbau gewürdigt.Foto: Lustig Foto: Die Oberbadische

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Lob und Stolz schwangen kräftig im Ratsrund mit, als in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2020 der Wohnbau GmbH auf der Tagesordnung standen. Bei einer Bilanzsumme von 87 Millionen Euro erzielte die GmbH einen Rekordgewinn in Höhe von 2,81 Millionen Euro (wir berichteten).

„Es ist dies der beste Jahresabschluss, den die Gesellschaft je erwirtschaftet hat“, sagte Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm. Zehn Prozent des Überschusses fließen in die gesetzliche Rücklage, die restlichen 2,52 Millionen Euro kommen der Gewinnrücklage zu und werden in Neubau und Sanierung investiert. Der Gemeinderat votierte einstimmig für dieses Vorgehen. Gleichzeitig wurden Geschäftsführung und Aufsichtsrat entlastet.

„Es ist ein sehr gutes Ergebnis“, konstatierte Paul Renz für die CDU-Fraktion. Einige große Wohnprojekte seien angegangen worden, um für Entspannung auf dem hiesigen Wohnungsmarkt zu sorgen. Der Mix zwischen frei finanzierten Wohnungen und öffentlich geförderten stimme, ebenso auch der Ausführungsstandard KfW 55. Es gelte aber weiter am Markt aktiv zu bleiben. „Wir sind froh über die gute Geschäftstätigkeit der GmbH und schätzen das“, so Renz.

Von beeindruckenden Zahlen in allen Geschäftsbereichen sprach Gustav Fischer für die SPD-Fraktion. „Die Wohnbau ist ein echtes Juwel für die Stadt, sie sorgt für sozialen Frieden“, würdigte er. Die Menschen seien stolz, Mieter der Wohnbau zu sein. Das sei in früheren Jahren auch mal anders gewesen.

Auch Karin Reichert-Moser (Freie Wähler) freute sich über die gute Bilanz. „Wir brauchen aber auch den Gewinn, um weiter gut auf dem Wohnungsmarkt agieren zu können“, sagte sie. Die GmbH sei wesentlich für die Stadt. Die große Sanierungs- und Neubauoffensive sei erfolgreich gewesen. Die soziale Kompetenz sei dabei besonders wichtig.

„Die Wohnbau ist ihren Ansprüchen voll und ganz gerecht geworden“, bescheinigte Annette Lohmann (Grüne). Der Fokus müsse aber auch in Zukunft auf dem sozialen Wohnbau liegen, verbunden mit ökologischen Aspekten.

Inge Thoma (CDU) wünschte sich, dass auch bald die Sanierung des Betreuten Wohnens bei der Sozialstation auf der Agenda steht. Der Wohnbau-Geschäftsführer erklärte dazu, dass dafür eine Entscheidung im Aufsichtsrat getroffen werden müsse. Warum die GmbH keine Projekte wie Passivenergiehäuser verfolge, wollte schließlich Heiner Lohmann (Grüne) wissen. Markus Schwamm lehnt dies aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ab. Hier stünden Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis, und er verwies auf den guten KfW 55-Standard.

Die Wohnbau GmbH wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Zumal im vergangenen Jahr die beliebten Mieter- und Quartierfeste coronabedingt ausfielen, soll zum Jubiläum gefeiert werden. Schwamm kann sich auch ein großes gemeinsames Fest in Verbindung mit dem Stadtjubiläum 2022 „100 Jahre Rheinfelden“ vorstellen. Seit ein paar Wochen laufen dazu bereits Gespräche.

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